Crew von Chair Airlines: Die Fluglinie hat die Pandemie «relativ gut überstanden».

Pandemie-FolgenEnter Air will Beteiligung an Chair nicht mehr aufstocken

Aktuell baut der Schweizer Ferienflieger aus. Doch während der Pandemie musste auch Chair Staatshilfe in Anspruch nehmen. Das hat Folgen für die Beziehung zu Großaktionärin Enter Air.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nach der Pandemie schaltete Chair Airlines auf Wachstum. Der Schweizer Ferienflieger ersetzte einen Airbus A319 durch einen größeren A320. Doch dabei wird es nicht bleiben. Er wird auch einen anderen A319 durch einen A320 ersetzten und sich zusätzlich einen weiteren A320 anschaffen. Mit insgesamt vier Jets wird die Flotte dann größer sein denn je.

Dabei hatte Chair in der Corona-Krise stark gelitten. Die Fluggesellschaft musste wie viele andere Staatshilfe beanspruchen. Man sei «im Rahmen des Härtefallprogramms wie alle anderen Airlines berechtigt» gewesen, staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen, erklärt ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. Das habe man auch getan. Unter anderem geht es um einen Kredit über eine halbe Million Franken. Dennoch habe man die Krise dank «sehr schlanken Strukturen und strengem Kostenmanagement» verglichen mit der Konkurrenz «relativ gut überstanden».

Darlehen an Chair nun als langfristig eingestuft

Die Staatshilfe hat allerdings Folgen für die Chair-Großaktionärin Enter Air. Die polnische Charterairline hält 49,9 Prozent. Sie hatte der Schweizer Beteiligung bei ihrem Einstieg 2019 ein Darlehen von 3,5 Millionen Dollar gewährt. Dieses hätte eigentlich Ende Juni 2021 zurückbezahlt werden sollen.

Doch die Regeln zur Schweizer Staatshilfe verbieten explizit die Rückzahlung von Krediten an Konzerngesellschaften, bevor das staatliche Darlehen zurückbezahlt wurde. Enter Air hat Chair deshalb eine Fristverlängerung gewährt und den mit 5 Prozent verzinsten Kredit in ihrer Bilanz neu als «langfristig» eingestuft. «Der genaue Rückzahlungstermin ist eine interne Abmachung», so der Sprecher.

Keine Suche nach neuem Investor

Und noch etwas hat sich geändert. Enter Air hat das Recht, ihre Beteiligung an Chair von 49,9 Prozent auf 80 Prozent zu erhöhen. «Wir wollen die Call Option definitiv ausüben», sagte Kommerzechef Andrzej Kobielski 2019 zu aeroTELEGRAPH. Inzwischen wollen die Polen das nicht mehr tun, wie es in ihrem Geschäftsbericht heißt. Man plane nicht, «dieses Recht auszuüben», da man die Option «nur als Schutzrecht betrachtet». Dieses wurde nun verlängert.

«Aufgrund der pandemischen Situation und den außergewöhnlichen Umständen der letzten zwei Jahre wurde einvernehmlich vereinbart, die Option zu verlängern», so der Sprecher. Chair sucht trotzdem keinen neuen Investor.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Chair: Die Airline setzt vermehrt auf das Modell.

Chair baut mit zwei Airbus A320 aus

Chair Airlines′ erster Airbus A320: Die HB-JOK wird auf den Einsatz vorbereitet.

Chair Airlines hat ihren ersten Airbus A320 eingeflottet

Enter Air mit einem Touch Chair Airlines. Die polnische Airline vermietet der Schweizer...

Chair fliegt mit einer Boeing 737

ticker-schweiz

Kasachstan und Schweiz schaffen Grundlage für Direktflüge

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier