ATR von Stobart Air: Aer Lingus fehlt ein Partner.

Betrieb eingestelltEnde von Stobart Air beschert Aer Lingus großes Problem

Die irische Wet-Lease-Airline Stobart Air hat den Betrieb eingestellt. Knall auf Fall verliert Aer Lingus dadurch die Airline, die viele ihrer Regionalflüge durchführt.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Fluggesellschaft kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. 1970 begann sie unter dem Namen Aer Arann mit Britten-Norman BN-2 Islander die irische Insel Árainn (Englisch: Inishmore) mit dem Festland zu verbinden. Nachdem sie jahrzehntelang auf eigene Rechnung Flüge anbot, wandelte sie sich zur reinen Wet-Lease-Anbieterin und änderte den Namen zu Stobart Air.

In guten Zeiten führte die irische Fluggesellschaft mit ihren 13 Flugzeugen mehr als 940 Flüge pro Woche durch. Doch in den jüngsten Jahren musste sie mehrere große Rückschläge hinnehmen. 2016 blies City Jet die geplante Fusion mit Stobart Air ab, aus der eine noch größere Wet-Lease-Gruppe hätte werden sollen, dann schlitterte die wichtige Kundin Flybe in die Insolvenz. Und jetzt ist der geplante Verkauf an die auf der Isle of Man ansässige Finanzfirma Ettyl gescheitert.

Unterwegs für Aer Lingus ab Dublin und Belfast

Das war zu viel für Stobart Air. In Ermangelung von alternativen Käufern oder Finanzierungsmöglichkeiten habe man den Wet-Lease-Vertrag mit Aer Lingus mit sofortiger Wirkung gekündigt, teilte die Fluggesellschaft am Freitagabend (11. Juni) mit. Alle Flüge wurden deshalb gestrichen. Zugleich wurde ein Insolvenzverwalter bestellt.

Das Management macht die Pandemie für das Ende verantwortlich. Seit März 2020 sei man kaum mehr geflogen. Stobart Air beschäftigte zuletzt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und besaß eine Flotte von zwölf ATR 72 und einer ATR 42. Damit war die Airline für Aer Lingus unterwegs. So flog sie für die irische Nationalairline von Dublin nach Donegal, Edinburgh, Glasgow, Kerry; Manchester und Newquay sowie von Belfast City nach Birmingham, Edinburgh, East Midlands, Exeter, Manchester und Leeds Bradford.

Wie ersetzen?

Der Vertrag mit Aer Lingus wäre noch bis Ende 2022 gelaufen. Dann hätte die neu gegründete Emerald Airlines die Strecken übernommen. Sie kann aber nicht umgehend einspringen. Aer Lingus hat deshalb ein ziemlich großes Problem. Gerade dort, wo die Nachfrage anzieht, fehlt ihr ein Anbieter für die Regionalflüge.

Mehr zum Thema

ATR 72-600 von Stobart Air: Im Auftrag von Aer Lingus unterwegs.

Stobart Air bekommt neuen alten Besitzer zurück

ATR 72 von Stobart Air: Unterwegs für Aer Lingus.

Heiraten City Jet und Stobart Air doch noch?

Neuer Besitzer für Stobart Air

Neuer Besitzer für Stobart Air

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies