Eine Boeing 787 von El Al: Mit geistlicher Genehmigung wird die Fluggesellschaft am Sabbat nach 41 Jagren wieder Flüge durchführen.

Israel El Al wird erstmals seit über 40 Jahren am Sabbat fliegen

El Al führt am kommenden Samstag zum ersten Mal seit 1982 wieder Flüge durch. Die nationale Fluggesellschaft bringt Reservisten nach Tel Aviv - inklusive geistlicher Erlaubnis.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In Israel ist der Samstag Ruhetag. Die Sabbatruhe im Judentum geht von Freitagabend bis Samstagabend und gilt landesweit in Israel seit der Staatsgründung. Das bedeutet unter anderem: kein öffentlicher Nahverkehr, keine Züge, keine Busse und auch El Al, die israelische Staatsairline, fliegt nicht. Die Fluggesellschaft fliegt seit einer politischen Entscheidung 1982 nicht mehr samstags.

Bis jetzt. Denn mit dem Angriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am vergangenen Samstag (7. Oktober) befindet sich Israel im Krieg, wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag erklärte. Seitdem läuft die größte Mobilisierung der israelischen Armee seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973. Das Land hat etwa 360.000 Reservesoldaten einberufen. Auch aus dem Ausland.

41 Jahre lang keine Flüge an Sabbat

Um die im Ausland lebenden Israelis nach Hause zu bringen, bricht El Al zum ersten Mal nach 41 Jahren den Grundsatz, keine Flüge an Sabbat durchzuführen. Die Airline plant für diesen Samstag (14. Oktober) zwei Flüge aus Bangkok, sowie jeweils einen aus New York und Madrid, um stationierte Reservesoldaten nach Tel Aviv zu fliegen, berichtet die Times of Israel. Eingesetzt werden Boeing 787.

Zwar bricht die Airline mit dem religiösen Grundsatz von Sabbat, dass an dem Tag geruht werden muss, dennoch stehen die Flüge im Einklang mit religiösen Regeln des Judentums. Das haben die obersten Rabbiner des Landes der Airline bestätigt. Die Geistlichen beziehen sich auf den Grundsatz, der auf Hebräisch Pikuah Nefesh heißt: die Erhaltung des menschlichen Lebens steht über allen anderen Religionsgesetzen.

Für Soldaten kostenlos

Die Flüge seien für Soldaten kostenlos und würden von El Al und großen Finanzinstituten in den USA bezahlt, teilte die Fluggesellschaft mit. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften haben ihre Flüge nach Israel eingestellt. Die Lufthansa Gruppe hat alle Israel-Verbindungen bis 22. Oktober aus dem Flugplan genommen.

Mehr zum Thema

Hefezopf, Kerzen: Jüdische Tradition zum Sabbat.

Nur noch eine israelische Fluglinie fliegt am Samstag

Tus Airways: Fliegt weiterhin nach Tel Aviv, auch ab Düsseldorf.

Sind Flüge nach Tel Aviv sicher?

Flugzeug von Lufthansa: Evakuierungsflüge sind in Vorbereitung.

Lufthansa holt Deutsche aus Tel Aviv ab

Airbus A321 Neo LR von Arkia: Bald nicht mehr am Sabbat unterwegs?

Investor will Arkia kaufen - auch aus religiösen Gründen

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack