Flieger von Ryanair: In Deutschland ist Sand im Getriebe.

Streit um BedingungenDeutsche Ryanair-Piloten wollen streiken

Nun wird es ernst: Die gewerkschaftlich organisierten deutschen Piloten von Ryanair drohen mit Streik. Sie wollen so Tarifverhandlungen erzwingen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Zuletzt hat es Ryanair mit Geld versucht. Die Piloten an den deutschen Basen sollten mit besseren Löhnen gütig gestimmt werden. So bekommen Kopiloten seit dem 1. November ein Grundgehalt von 23.000 Euro. Zuvor hatten sie 18.000 Euro nach Hause getragen. Hinzu kamen ein neuer Produktivitätsbonus sowie Beiträge an die Altersvorsorge. Insgesamt stieg die Entlöhnung dadurch von 64.608 auf 76.108 Euro pro Jahr. Auch Kapitäne bekommen mehr.

Doch das reichte nicht. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte am Dienstag (12. Dezember) Streiks an. «Ab sofort ist jederzeit mit Streikmaßnahmen bei Ryanair zu rechnen», teilte sie mit. «Wie sollten Piloten systematisches Sozialdumping anders durchbrechen, als mit gewerkschaftlichen Mitteln? Und wenn nicht jetzt, wann sonst gibt es eine realistische Chance, damit erfolgreich zu beginnen?», so Gewerkschafter Ingolf Schumacher.

Auch Italien und Portugal

Die Vereinigung Cockpit verlangt von Ryanair geregelte Arbeitsbedingungen. Sie fordert die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Regelung von marktgerechten Arbeits- und Vergütungsbedingungen für die deutschen Piloten. Als marktgerecht sieht die Gewerkschaft «insbesondere die Bedingungen bei Tuifly an, die wie Ryanair über eine Flotte von Boeing 737 verfügt».

Deutschland ist nicht alleine. Offenbar stehen europaweite Streiks im Raum. Es könnten gleichzeitig Streiks von mehreren nationalen Gewerkschaften ausgerufen werden, so die Vereinigung Cockpit. So hätten etwa der italienische und der portugiesische Pilotenverband ebenfalls Streiks für die kommenden Tage in Aussicht gestellt, Irland könne auch folgen.

«PR-Aktion der Lufthansa Pilotengewerkschaft»

Ryanair reagiert gelassen: «Ryanair hat keinerlei Mitteilung über eine Aufnahme von Streiks seitens ihrer deutschen Piloten erhalten, sodass wir annehmen, dass es sich eher um eine PR-Aktion der Lufthansa Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit handelt.» Falls es zu einem Arbeitskampf kommen sollte, verhandle man nicht mit ihr, sondern nur direkt mit den Pilotenvertretern an den einzelnen Basen. «Wir werden weder mit der Vereinigung Cockpit verhandeln noch diese anerkennen, unabhängig davon, welche Maßnahmen – falls überhaupt – stattfinden», so Sprecher Robin Kiely.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

ticker-ryanair

Ryanair-Chef widerspricht Darstellung nach Fensterbruch

Flugzeuge in Heathrow: Alles stand still.

Flugverkehr in Großbritannien steht stundenlang still - Easyjet, British Airways und Co. streichen Hunderte Flüge

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies