Flieger von El Al: «Vor uns liegen schwierige Tage.»

Ausfälle, Quarantäne und LeerflügeCoronavirus bringt El Al in Finanznot

Fortan stellt Israel auch Einreisende aus Thailand unter Quarantäne. Bei der Nationalairline El Al verschärft die Maßnahme die finanziellen Sorgen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Vorwarnung von El-Al-Chef Gonen Ussishkin klingt beunruhigend: «Vor uns liegen schwierige Tage, und es ist möglich, dass wir dramatische Schritte unternehmen und schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen», schrieb der Manager diese Woche in einer E-Mail an seine Angestellten. Einen Tag zuvor hatte Israels Nationalairline der Tel Aviver Börse gemeldet, dass sie aufgrund des Coronavirus finanzielle Schwierigkeiten hat.

Wie viele Fluggesellschaften auf der ganzen Welt musste auch El Al einen Großteil ihrer Flüge nach China und Südostasien einstellen oder drosseln. Ihre Verbindungen nach Peking und Hongkong sind vollständig gestrichen. Flüge nach Bangkok sind auf die Hälfte reduziert worden - doch auch dieser Route droht jetzt der Stopp.

Neue Bestimmungen treffen letzte Asien-Verbindung

Diese Woche verordnete Israel auch für aus Thailand Einreisende eine zweiwöchige Quarantäne an. El Al bereitet laut der Zeitung Haaretz derzeit eine Rückholaktion für etwa 5000 israelische Staatsbürger aus Thailand vor. Die Hinflüge werden leer durchgeführt - die Nachfrage nach Flugtickets von Israel nach Thailand ist fast vollständig eingebrochen.

Die Fluglinie rechnet damit, dass der Ausfall der Ostasien-Flüge sie alleine im ersten Quartal 2020 rund 30 Millionen US-Dollar kosten wird, so Haaretz. Doch El Al fehlen nicht nur Passagiere nach Asien. Auf der ganzen Welt sagen Fluggäste aus Angst vor einer Ansteckung ihre Flugreisen ab.

Einbruch in ganz Asien

Am Montag (17. Februar) erklärte der Reiseveranstalterverband Israel Incoming Tour Operators Association, dass für die kommenden drei Monate zwischen 10 und 15 Prozent aller Gruppenreisen nach Israel abgesagt worden sind. El Al ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die stark vom Coronavirus betroffen ist. So weist etwa Hongkongs größte Airline Cathay Pacific für Januar zwar nur einen Rückgang der Passagierzahlen von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus.

Wie die Zeitung South China Morning Post unter Verweis auf interne Quellen berichtet, sollen Cathays Zahlen Anfang Februar aber um rund 50 Prozent eingebrochen sein. Ausländische Fluglinien reduzierten die Kapazitäten von und nach China insgesamt um rund 80 Prozent, schätzt die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao. Die chinesischen Airlines fliegen noch, verringerten ihr Angebot aber ebenfalls um 40 Prozent.

Mehr zum Thema

The virus that causes Covid-19: More deaths than Sars.

Was die Coronavirus-Epidemie die Luftfahrt kostet

Singapore Airshow 2019: So viele Flugzeuge werden wohl nicht zu sehen sein.

Singapore Airshow leidet unter Coronavirus

Airbus A330 von Swiss (Archivbild): Ein Crewmitglied könnte erkrankt sein.

Entwarnung nach Coronavirus-Verdacht auf Swiss-Flug

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack