The virus that causes Covid-19: More deaths than Sars.

Schätzung der IcaoWas die Coronavirus-Epidemie die Luftfahrt kostet

Ausländische Fluggesellschaften - so auch Lufthansa, Austrian und Swiss - verlängern ihren Flugstopp nach China. Das hat beträchtliche finanzielle Folgen für die Luftfahrt. Jetzt gibt es erste Schätzungen dazu.

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Jetzt hat die vom neuen Coronavirus ausgelöste Krankheit einen definitiven Namen bekommen. Covid-19 heißt sie nun. Die acht Buchstaben, Zeichen und Ziffern haben nicht nur schon mehr als 1300 Tote verursacht. Sie drohen auch, die Weltwirtschaft zumindest vorübergehend zu bremsen.

«Selbst wenn sich die epidemiologischen Annahmen als übermäßig pessimistisch erweisen sollten, scheint es wahrscheinlich, dass das Virus schwerwiegendere wirtschaftliche Auswirkungen haben wird als Sars», schreiben die Analysten der Bank Pictet. Gekappte Verkehrsverbindungen, stillgelegte Fabriken und kranke Menschen verringern die Wirtschaftsleistung in China. Sie wirken sich über den gebremsten Handel aber auch auf andere Gegenden der Welt negativ aus.

Bis zu 19 Millionen Passagiere weniger

Auch die Luftfahrt leidet. Zahlreiche Fluggesellschaften – so etwa Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss, aber auch Finnair und SAS - haben am Freitag (14. Februar) bekannt gegeben, ihre Flüge nach Festland-China bis zum Ende des Winterflugplans Ende März auszusetzen. 70 ausländische Anbieter haben wegen der Covid-19-Epidemie inzwischen bereits einen Flugstopp in die Volksrepublik verhängt, weitere 50 haben ihr Angebot reduziert.

Insgesamt reduzierten ausländischen Anbieter die Kapazität von und nach China um 80 Prozent, schätzt die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao. Die chinesischen Airlines fliegen noch, verringerten ihr Angebot aber ebenfalls um 40 Prozent. Das entspreche 16,4 bis 19,6 Millionen verlorenen Passagieren, so die Icao. Aktuell gibt es noch 2610 Flüge nach und aus China, die meisten davon aus Asien.

Nur provisorische Prognosen

Und daraus leitet die Organisation wiederum einen Umsatzverlust von vier bis fünf Milliarden Dollar für die Fluggesellschaften ab. Noch nicht eingerechnet ist dabei der Verlust aus dem gesunkenen Frachtgeschäft. Das seien allerdings nur provisorische Prognosen aufgrund des aktuellen Kenntnisstandes, schreibt sie weiter.

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