Boeing 767 von Condor: In Tunesien droht der Fluglinie Gefahr.

Flüge nach Djerba betroffenCondor droht Flugzeug-Pfändung in Tunesien

Ein Hotelier will Flugzeuge von Condor in Ketten legen, um Guthaben bei Thomas Cook einzutreiben. Darum muss der deutsche Ferienflieger umplanen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die Anwälte von Condor waren schnell. Kaum war klar, dass der deutsche Ferienflieger dank staatlich garantiertem Kredit weiterfliegen kann, beantragten sie ein Schutzschirmverfahren. Das Amtsgericht Frankfurt genehmigte den Antrag und seither kann die Fluglinie nicht mehr für die Schulden ihrer insolventen Mutter Thomas Cook Group belangt werden.

Trotzdem hat die juristisch unabhängige Condor wegen der Vergangenheit im Thomas-Cook-Konzern jetzt Probleme. Am Freitag annullierte die Fluggesellschaft zwei ihrer drei Flüge von Deutschland auf die Badeinsel Djerba. Der Grund: Ein tunesischer Hotelunternehmer versucht, Guthaben beim insolventen Reisekonzern einzutreiben, indem er Flugzeuge von Condor pfänden lässt.

Tuifly und Lufthansa helfen aus

«Es gab konkrete Hinweise, auch seitens offizieller Behörden, über Forderungen gegen die Thomas Cook Group in Tunesien, die bei Condor geltend gemacht werden sollten», bestätigt eine Sprecherin der Airline gegenüber aeroTELEGRAPH. Es gehe «explizit nicht um Forderungen gegen Condor». Es bestehe auch keine rechtliche Grundlage für die drohende Pfändung in Tunesien, sagt sie.

Die annullierten Flüge würden am Samstag (12. Oktober) nachgeholt. Condor führte sie aber nicht selbst durch, sondern ließ Tuifly und Lufthansa für sie fliegen. So konnte die Fluggesellschaft das Pfändungsrisiko umgehen. «Bei unseren Gästen möchten wir uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen», so die Sprecherin.

Problem nicht gelöst

Die Probleme sind damit aber noch nicht gelöst. Man prüfe «derzeit mit Hochdruck rechtliche Maßnahmen gegen den Gläubiger von Thomas Cook, um sicherzustellen, dass Condor weiterhin Gäste in den Urlaub nach Tunesien und wieder zurückbringen kann», erklärt die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Condor-Jet im Hangar: Die Airline hält den Betrieb aufrecht.

So funktioniert Condors Schutzschirm

Flieger von Condor: Die Airline kann weiterfliegen.

«Wir suchen uns einen neuen Eigentümer»

Boeing 767 von Condor: Was sind die Thomas-Cook-Airlines wert?

Condor bekommt 380 Millionen Euro

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack