Ein landendes Flugzeug: Neue Sicherheitssysteme in Cockpits ollen Kollisionen am Boden verhindern.

USABehörde fordert neue Technologie gegen Beinaheunfälle

Immer wieder kommt es in den USA zu heiklen Zwischenfällen an Flughäfen. Die nationale Verkehrssicherheitsbehörde fordert jetzt neue Technologien im Cockpit.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Weltweit kommt es immer häufiger zu Beinahekollisionen. Tragischer Höhepunkt war der 2. Januar. Ein landender Airbus A350 von japan Airlines stieß auf der Piste von Tokio-Haneda mit einer rollenden De Havilland Canada Dash 8 zusammen. Fünf Menschen verloren ihr Leben.

Besonders häufig sind solche Vorfälle in den USA. Es kommt immer wieder vor, dass Flugzeuge auf Pisten rollen, auf denen andere Jets gerade starten oder landen wollen. So auch am 13. Januar am New Yorker Flughafen JFK. Damals rollte eine Boeing 777 von American Airlines über eine Startbahn - auf der gerade eine startende Boeing 737 von Delta heranraste. Der Kurz- und Mittelstreckenjet konnte noch bremsen.

NTSB fordert Sicherheitsverbesserungen

Im Untersuchungsbericht zu dem Vorfall von New York hat die Untersuchungsbehörde National Transportation Safety Board NTSB die nationale Luftfahrtbehörde FAA aufgefordert, verschiedene Sicherheitsempfehlungen zu erlassen. Die primäre Forderung ist, dass sie zusammen mit den Flugzeug-  und Avionikherstellern eine Cockpit-Technologie entwickelt, die Pilotinnen und Piloten «optisch und akustisch vor Verkehr auf Start- und Landebahnen oder Rollwegen warnt», heißt es in dem Bericht.

Honeywell Aerospace arbeitet mit dem Surface-Alert-System (kurz Surf-A) an einer Technologie, die dem Cockpitpersonal optisch und akustisch anzeigt, wenn sich ein Flugzeug am Boden auf Kollisionskurs befindet. Das Avionik-Unternehmen schätzt, dass ein Warnsystem im Cockpit die am JFK-Zwischenfall beteiligten Piloten zwölf Sekunden früher hätte warnen können als die Flugsicherung.

Runway Status Light System soll verbessert werden

Noch ist das System von Honeywell allerdings nicht zugelassen. Der Hersteller hofft auf grünes Licht in den kommenden 18 Monaten. Das NTSB wünscht sich, dass dieses neue System nicht nur in allen neuen Flugzeugen, sondern auch in älteren Maschinen installiert wird.

Zudem fordert die Behörde auch, dass das sogenannte Runway Status Light System überprüft wird, um dessen Wirksamkeit zu verbessern. Das System besteht aus einer Reihe von Lichtern, die in die Rollbahn an Landebahnkreuzungen eingelassen sind. Wenn sie rot leuchten, heißt es, dass sich dort bereits ein anderes Flugzeug befindet.

Längere Aufzeichnung

Eine Forderung, die seit Jahren gestellt wird, hat im Februar grünes Licht bekommen. Künftig wird die Aufnahmezeit des Stimmenrekorders im Cockpit deutlich verlängert. Von bisher zwei Stunden müssen künftig 25 Stunden aufgenommen werden - zum Missfallen der amerikanischen Pilotenverbände.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo landet auf Piste, auf der A320 Neo gerade startet

Airbus A320 Neo landet auf Piste, auf der A320 Neo gerade startet

Flieger von Jetblue in Boston-Logan: Der Flughafen wird umgestaltet.

Mit 121 Millionen Dollar gegen Beinahe-Katastrophen

Außer Asche ist vom Airbus A350 nicht mehr viel übrig

Außer Asche ist vom Airbus A350 nicht mehr viel übrig

TSA-Kontrollen (hier in Denver): Fallen sie an kleineren US-Airports bald weg?

Warteschlagen an Flughäfen in den USA werden länger und länger - und bald starten die Frühlingsferien

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack