Airbus A320 Neo von Bamboo Airways: Bleibt als einer von drei Herstellern.

VietnamBamboo Airways will sich mit reiner Airbus-Flotte retten

Die Fluglinie aus Vietnam steckt in Schwierigkeiten und setzt auf eine harte Schrumpfkur. Der Flottenumbau von Bamboo Airways endet daher nicht mit dem Abschied der Boeing 787.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Ambitionen waren groß. Im kommenden Jahr wollte die 2017 gegründete und 2019 gestartete Bamboo Airways eigentlich 100 Flugzeuge betreiben. Doch dann kam die Covid-19-Pandemie und brachte die vietnamesische Fluggesellschaft langfristig in Schwierigkeiten.

Dass eine staatliche verordnete Preisobergrenze für Economy-Class-Tickets und ein starker Wettbewerb die Preise drücken, schmälert zudem die Einnahmen. Im Jahr 2022 schrieb Bamboo Airways ein Verlust von 17,6 Billionen Dong (660 Millionen Euro) und hat laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 11 Billionen Dong (413 Millionen Euro) Schulden.

Nur noch elf Flugzeuge in der Flotte

«Wir müssen definitiv schnell handeln», sagt der neue Airline-Chef Luong Hoai Nam im Gespräch mit der Nachrichtenagentur. Von einst 66 inländischen und 15 internationalen Routen habe man das Netzwerk schon auf 16 Inlandsstrecken geschrumpft, erklärt Nam, der seit Oktober im Amt ist. Als letztes Langstreckenziel fiel Frankfurt weg.

Ihre drei Langstreckenjets, alle Boeing 787-9, hat die Airline laut dem Chef zusammen mit 16 weiteren Flugzeugen an Leasingfirmen zurückgegeben. Übrig sind elf Flieger: laut dem Portal Planespotters drei Embraer E190, vier Airbus A321, ein A320 und drei A320 Neo.

Auch Embraer-Jets vor dem Abschied

Bamboo hat sich von ausländischen Pilotinnen und Piloten getrennt und will laut Nam die Personalkosten bis Ende März 2024 um 60 Prozent senken. Mit den Steuerbehörden, denen die Airline Geld schuldet, verhandelt sie über längere Zahlungsfristen. Auch mit dem größten Gläubiger Sacombank laufen laut dem Airline-Chef Gespräche über Unterstützung für die Fluglinie. «Wir haben nicht vor, Konkurs anzumelden», sagt Nam, der vorher die Billigfluglinie und Vietnam-Airlines-Tochter Pacific Airlines geleitet hat.

Was die Flotte angeht, will Bamboo laut dem Chef künftig ganz auf Flugzeuge von Airbus setzen, um effizienter zu operieren. Das heißt, die Embraer-Jets werden auch ausgemustert. In vier Jahren soll die Flotte wieder aus 30 Flugzeugen bestehen. Nam erklärte zudem, man werde weiterhin eine Business Class anbieten, da die Gläubiger dies wünschten. Bamboo hat in ihren Airbus-Jets je acht Business-Class-Sitze, in den Embraer-Fliegern je sechs.

Offen für Geld aus dem Ausland

Der Finanzplan der Fluggesellschaft 2024 bis 2028 sieht vor allem neue Geldgeber aus Vietnam vor. Die Airline erwägt aber auch, internationalen Investoren Beteiligungen anzubieten - diese dürfen maximal 34 Prozent einer vietnamesischen Airline erwerben.

Mehr zum Thema

Konten von Bamboo Airways eingefroren

Konten von Bamboo Airways eingefroren

Dreamliner von Bamboo Airways in Frankfurt: Bald offenbar nicht mehr zu sehen.

Bamboo Airways stellt auch die Flüge nach Frankfurt ein

Bamboo Airways will Flotte vereinfachen

Bamboo Airways will Flotte vereinfachen

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies