FlugbegleiterAmerican Airlines verteilt Strafpunkte

Das Kabinenpersonal von American Airlines ist sauer. Neue Regeln zur Abwesenheit seien zu streng - vor allem, weil an Absenzen auch die Fluglinie selbst schuld sei.

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Derzeit klagen Fluggesellschaften weltweit über Personalmangel. Da wäre es besonders wichtig, die bisherigen Mitarbeiter nicht zu verärgern. American Airlines ist dies nicht gelungen. Die größte Fluglinie der Welt hat neue Regeln zur Anwesenheit von Flugbegleitern eingeführt, die am 1. Oktober in Kraft treten. Diese versetzen das Kabinenpersonal in Rage.

Wer «zu oft» zu spät zur Arbeit erscheint, erhält negative Punkte, so ein Punkt der neuen Regeln von American Airlines. Genauso geht es diejenigen, die zu oft unentschuldigt nicht zur Arbeit erscheinen. Soweit, so gut. Was den Flugbegleitern aber noch sauerer aufstößt, ist etwas anderes. Auch diejenigen, die mehr als zwei Tage im Jahr aus privaten Gründen frei nehmen oder sich in der Hochsaison krank melden, erhalten Minuspunkte.

«Nicht gerechtfertigt»

Wer acht Punkte Pro Jahr sammelt, wird verwarnt. Bei zehn Punkten droht die Kündigung. «Diese Vorschriften repräsentieren in keiner Weise die speziellen Umstände, die Flugbegleiter in ihrer Arbeit erleben», heißt es von den Flugbegleitern. Sie begehren gegen die Regeln auf.

Die Gewerkschaft nennt die neuen Bedingungen daher und wegen der generell anstrengenden Arbeitsbedingungen des Flugpersonals «nicht gerechtfertigt» und «unüberlegt». Von American Airlines heißt es offiziell, man arbeite eng mit der Gewerkschaft zusammen, um die neuen Richtlinien gut umzusetzen.

Uniformen, die krank machen

Noch mehr ärgern sie sich aber über die Uniformen. Vor rund zwei Jahren hatte American Airlines neue Kleidung für ihre Mitarbeiter vorgestellt. Doch die Angestellten klagten schon bald über Probleme. Ausschläge, Kopfweh und Übelkeit wurden durch die neue Kleidung ausgelöst – teilweise mit so schlimmen Folgen, dass das Kabinenpersonal sich krank melden musste.

Die Gründe wurden nie genau geklärt, aber American brachte neue Uniformen heraus. Dennoch tragen immer noch einige Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die alte Kleidung und das führt laut verschiedenen Medienberichten dazu, dass die Mitarbeiter allergische Reaktionen haben. Eine Flugbegleiterin berichtet dem Chicago Business Journal, dass sie seit einem Jahr chronische Atemprobleme hat, auch wenn sie die Uniform nicht mehr trägt.

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