Flugzeuge von American Airlines: Die Airline setzt auf mehr Premium und ein größeres Netzwerk.

Neuer GeschäftsplanAmerican Airlines setzt jetzt mit voller Kraft auf Premium statt Fusion

Sie hinkt der Konkurrenz hinterher. Eine Fusion mit United Airlines lehnte American Airlines jedoch ab. Nun skizzierte Chef Robert Isom seine Fluggesellschaft wieder erfolgreich werden will. Der Schlüssel: besser werden.

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Mitte April kamen erste Gerüchte auf, dass United Airlines und American Airlines über eine Fusion verhandeln würden. In der vergangenen Woche erteilte US-Präsident Donald Trump dem möglichen Zusammenschluss eine Absage. «Ich habe nichts gegen Fusionen», sagte Trump laut Reuters, «aber ich bin kein Freund davon, dass diese beiden Airlines fusionieren.» Beide Unternehmen seien wirtschaftlich stabil und erfolgreich.

Am Montag (27. April) bestätigte UnitedAirlines' Chef, dass er eine mögliche Fusion mit American Airlines aktiv geprüft habe. Scott Kirby erklärte, er habe die Konkurrentin direkt angesprochen, um eine Kombination der beiden größten Fluglinien der USA auszuloten. Das Vorhaben scheiterte jedoch, weil American Airlines nicht zu Gesprächen bereit war. «Ohne einen willigen Partner ist ein so großes Vorhaben einfach nicht zu realisieren», so Kirby.

Vier Säulen zu mehr Umsatz bei American Airlines

In der vergangenen Woche skizzierte American-Airlines-Chef Robert Isom auf einer internen Mitarbeiterversammlung «State of the Airline» seine Vision für die Zukunft von American Airlines. Dabei kehrt er den bereits im vergangenen Jahr eingeschlagenen Kurs um: Statt mit Billiganbietern wie Spirit und Frontier zu konkurrieren, setzt American Airlines nun verstärkt auf Premium-Angebote, schreibt View From The Wing.

Laut Isom liege der größte Hebel künftig nicht mehr bei den Kosten, sondern bei der Umsatzgenerierung. American Airlines setzt dafür auf vier strategische Schwerpunkte. Der erste betrifft das Streckennetz: Dieses soll 2025 um fünf Prozent ausgebaut werden, mit Fokus auf die Drehkreuze Chicago, Miami, Philadelphia und Phoenix. Dafür benötige die Airline neue Langstreckenflugzeuge, kündigte der Chef an.

Kundenerlebnis soll besser werden

Der zweite Schwerpunkt liegt beim Premium-Umsatz. Durch gezielte Investitionen ins Produktangebot will American Airlines Passagiere dazu bewegen, höherwertige Tickets zu buchen und der Fluggesellschaft langfristig treu zu bleiben. Daran schließt sich auch der dritte Punkt an: das Vielfliegerprogramm AAdvantage. Es sei das erste und größte seiner Art weltweit und solle künftig noch stärker dazu beitragen, Kundinnen und Kunden langfristig zu binden und den Unternehmenswert zu steigern.

Als vierten Schwerpunkt nannte Isom ein konsequent hochwertiges Kundenerlebnis. Investitionen in Produktqualität und Zuverlässigkeit sollen dafür sorgen, dass Passagiere American Airlines künftig als echten Premium-Carrier wahrnehmen und nicht länger als Airline, die lediglich mit Billiganbietern mithalten will.

Fachleute sehen Pläne kritisch

Experten stehen den Ankündigungen skeptisch gegenüber. American Airlines bezeichnet sich zwar als Premium-Carrier, doch das Economy-Angebot an Bord hinkt jenem von United und Alaska Airlines deutlich hinterher. Auch das internationale Streckennetz, gerade nach Asien, sei schwächer aufgestellt als bei der Konkurrenz. Isom muss den Worten nun Taten folgen lassen.

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