Palm Beach Airport: Heißt nun wie Donald Trump.

Palm Beach International AirportAmerican Airlines bereitet Personal auf Diskussionen um Trump-Flughafen vor

Seit wenigen Tagen trägt der Flughafen von West Palm Beach offiziell den Namen von Donald Trump. Für American Airlines bedeutet das mehr als nur neue Schilder. Die Fluggesellschaft hat ihrem Personal eine Anleitung an die Hand gegeben, wie es auf kritische Fragen von Reisenden reagieren soll.

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Die Umbenennung des Flughafens von West Palm Beach beschäftigt inzwischen auch die Fluggesellschaften. American Airlines hat ihre Mitarbeitenden mit einem internen Schreiben darauf vorbereitet, wie sie Fragen von Reisenden zum neuen Namen beantworten sollen. Darin erklärt sie, dass sie die Umbenennung lediglich umsetze. Hintergrund ist ein Gesetz des Bundesstaates Florida, das den Flughafen offiziell in President Donald J. Trump International Airport umbenannt hat.

Zudem wird der Iata-Code am 18. August von PBI auf DJT ändern, wie die Fluglinie den Kundinnen und Kunden auch erklären wird. Genau diese Argumentation sollen Mitarbeitende gegenüber Passagieren verwenden. Bereits jetzt taucht der neue Flughafenname auf Anzeigetafeln und in Kundeninformationen von American Airlines auf.

Sensibles Thema auch in den USA

Ab Mitte August soll dann auch der neue Iata-Code DJT in Buchungssystemen, der App und auf der Website erscheinen. Die Airline weist ihre Mitarbeitenden zudem an, Reservierungen und Tickets ab diesem Zeitpunkt ebenfalls mit dem neuen Code zu bearbeiten.

Dass American Airlines überhaupt Gesprächsleitfäden verteilt, zeigt, wie sensibel das Thema eingeschätzt wird. Die Umbenennung sorgt in den USA seit Monaten für politische Diskussionen. Anders als bei Flughäfen, die nach früheren Präsidenten wie John F. Kennedy, Ronald Reagan oder George H. W. Bush benannt wurden, trägt der Airport nun den Namen eines amtierenden Präsidenten.

American Airlines will Eskalation vermeiden

Zusätzliche Kritik entzündete sich an einer Markenvereinbarung zwischen den Behörden und Trumps Unternehmen. Offiziell soll sie rechtliche Fragen rund um die Nutzung des Namens regeln. Nach Medienberichten eröffnet sie Trumps Firmen aber auch Einfluss darauf, wer Produkte mit dem Flughafennamen vermarkten darf und wie der Präsident am Flughafen dargestellt wird. Kritiker sehen darin eine ungewöhnliche Vermischung öffentlicher Infrastruktur und privater Markenrechte.

Für American Airlines steht dagegen vor allem der operative Alltag im Vordergrund. Das Unternehmen macht in seinem internen Schreiben deutlich, dass es die Vorgaben von Behörden und der Iata umsetzt. So will man offenbar vermeiden, dass Diskussionen über die politische Entscheidung am Gate oder beim Check-in auf dem Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen werden.

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