Passkontrolle an der US-Grenze: Es gibt nur noch männlich und weiblich.

Neue Regel der Trump-RegierungAirlines in den USA müssen nonbinären Reisenden ein Geschlecht zuteilen

Fluggesellschaften in den USA müssen in den Passagierdaten künftig zwingend männlich oder weiblich eintragen. Der von der Biden-Regierung eingeführte X-Marker für nichtbinäre Reisende wird von den Behörden nicht mehr akzeptiert. Das bringt Airlines in ein Dilemma.

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Die Grenzschutzbehörde der USA hat eine neue Regel vollständig umgesetzt. Sie verpflichtet Fluggesellschaften, im System zur Passagierkontrolle ausschließlich M oder F für das Geschlecht anzugeben. Das betrifft alle internationalen Flüge von und in die USA. Grundlage der Maßnahme der Customs and Border Protection CBP ist eine Anordnung von Präsident Donald Trump, die den Behörden vorschreibt, auf amtlichen Dokumenten nur noch das biologische Geschlecht zu erfassen.

Damit wird die 2022 eingeführte Möglichkeit eines X-Eintrags für nichtbinäre Personen praktisch abgeschafft. Zwar bleiben bestehende Pässe mit dieser Kennzeichnung gültig, doch Airlines müssen sie bei der Dateneingabe künftig übergehen und eines der beiden traditionellen Geschlechter angeben. Nach einer Übergangsfrist sollen Eingaben mit anderen Buchstaben vom System automatisch zurückgewiesen werden.

Warnung von Bürgerrechtsgruppen

Bürgerrechtsgruppen warnen vor «Verunsicherung und Diskriminierung» für Reisende mit X-Pass. Besonders im internationalen Reiseverkehr könnte es zu Problemen an Check-in-Schaltern oder bei der Einreise kommen. Während Dutzende Staaten – darunter auch Deutschland – das dritte Geschlechtsmerkmal auf Pässen anerkennen, geht die Regierung der USA derzeit den umgekehrten Weg.

Ein Gericht in Massachusetts hat den X-Pass zwar weiterhin als gültiges Reisedokument bestätigt. Doch die Trump-Verwaltung versucht, diese Entscheidung aufheben zu lassen.

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