Embraer 170 von California Pacific: Regionale Routen.

Airline statt Altenheim

Schon Ende des Jahres will California Pacific mit einer Embraer-Flotte In- und Auslandflüge anbieten. Der Chef ist bereits 91.

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Ted Vallas steht nicht mehr mitten im Leben. Doch seine Energie reicht noch immer für große Pläne - und deren Umsetzung. Mit 91 Jahren plant der Amerikaner noch seine eigene Fluggesellschaft zu starten. Seit 2009 arbeitet er schon am ehrgeizigen Projekt. 6,2 Millionen Dollar investierte er bereits. Anfang Juli bekam er nun das erste Flugzeug geliefert. Mit der Embraer 170 mit Platz für 70 Passagiere will er schon gegen Ende Jahr den Betrieb mit seiner California Pacific Airlines ab der Basis am Flughafen Carlsbad 50 Kilometer nördlich von San Diego aufnehmen. Bis dahin seien noch die letzten administrativen Hürden zu nehmen, erklärte er der Lokalzeitung North County Times.

Vallas sprüht vor Enthusiasmus. «Die Demographie der Region ist großartig» schwärmte er gegenüber der North County Times. «Ich sah noch nie eine bessere Nische.» Wenn es dann losgeht, will er ab Carlsbad drei Mal täglich nach Las Vegas, Oakland, Phoenix, Sacramento und San Jose fliegen. Drei Mal die Woche soll es auch in die mexikanische Touristenhochburg Cabo San Lucas in Baja California gehen. Aufgrund seiner eigenen Marktforschung stellte er fest, dass 40 Prozent der Passagiere am Flughafen San Diego von nördlich der Großstadt stammen. Für sie liegt der Airport von Carlsbad viel näher und ist daher eine gute Alternative.

Sein Vermächtnis

Die Flotte will der Unternehmer und Ex-Soldat Vallas bald auf drei Flieger ausbauen, allesamt Embraer 170. Er habe bereits Investitionszusagen über 30 Millionen Dollar. Der Betrieb sei deshalb auf längere Zeit gesichert. 2010 erklärte er dem Carlsbad Magazine, fünf Jahre nach dem Start werde die Flotte dann neun oder zehn Flugzeuge umfassen. Dann werde California Pacific bis nach Houston, Kansas City oder Salt Lake City fliegen. Dass er selbst kaum mehr lange Freude an seiner Fluglinie haben wird, das ist er sich bewusst. «Ich bin am Ende meines Lebens», sagte der Vorstandschef und Gründer dem Aviation Branding Weblog. «Das wird auf eine Art mein Vermächtnis.»

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