Pilotin: Trotz allen Anstrengungen noch immer eine Seltenheit.

Virgin AustraliaAirline setzt im Cockpit auf Frauenquote

Nur jeder zwanzigste Pilot weltweit ist weiblich. Das will Virgin Australia mit einer Frauenquote bei der Ausbildung ändern. Lufthansa geht einen anderen Weg.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Gründe klingen heute völlig lächerlich. Frauen im Cockpit seien ein Risiko, weil sie nach Emanzipation strebten und immer besser sein wollten als ihre männlichen Kollegen. Das habe schädliches Konkurrenzdenken zur Folge, argumentierte man bei Lufthansa noch 1985. Auch eine angeblich zu hohe körperliche Beanspruchung und die Unvereinbarkeit des Berufes mit einer Mutterschaft wurden gegen Pilotinnen ins Feld geführt.

Diese Zeiten sind glücklicherweise längst vorbei. Seit 30 Jahren fliegen auch bei Lufthansa Frauen Flugzeuge, bei anderen Fluggesellschaften ist das genauso. Alleine in den USA gibt es heute 6944 ausgebildete Pilotinnen, die für kommerzielle Passagier- und Frachtairlines arbeiten. Das zeigen die neuesten Zahlen der Federal Aviation Administration.

Frauenanteil wächst kaum

Die absoluten Angaben verdecken jedoch, dass Pilotinnen noch immer eine kleine Minderheit sind. In der Lufthansa-Gruppe sind nur rund sechs Prozent der Cockpitcrews weiblich. Weltweit liegt der Anteil noch etwas tiefer. 5,2 Prozent beträgt er gemäß der International Society of Women Airline Pilots. Noch düsterer sieht es bei den Flugkapitänen aus. Nur jede dritte Pilotin ist Kapitänin, so die Organisation.

Noch schlimmer: Der Anteil hat sich in den letzten Jahren kaum vergrößert. Virgin Australia will das ändern. Die Fluggesellschaft hat sich bei der Rekrutierung neuer Piloten eine Quote von 50:50 gesetzt, Das heißt, jeder zweite Teilnehmer des Ausbildungszyklus 2019 muss eine Frau sein. Ganz so weit will man bei Lufthansa nicht gehen. «Die Erhöhung des Frauenanteils im Cockpit ist aber ein zentrales Ziel im Bereich Personal», erklärt eine Sprecherin.

Lufthansa ist zuversichtlich

Die Aussichten dafür seien gut. «Bereits jetzt sind 15 Prozent unserer Nachwuchskräfte weiblich», heißt es bei Lufthansa. Dabei helfen kann auch die globale Marktentwicklung in der Luftfahrt, getrieben von der wirtschaftlich positiven Dynamik. Boeing prognostiziert, dass kommerzielle Fluglinien in den kommenden 20 Jahren weltweit 637.000 neue Piloten brauchen. In Europa alleine braucht es 106.000 neue Mitarbeiter im Cockpit.

[poll id="35"]

Mehr zum Thema

Pilotinnen sind bei der Lufthansa rar gesäht: Auch in den Pressefotos der Airline sind sie nicht vertreten.

Als Frauen Risikofaktoren waren

Sitz in der Business Class eines Airbus A320 von Lufthansa: Wer ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen.

Wer bei Lufthansa, Austrian, Swiss und Co. ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen

Der erste Airbus A350-1000 von Lufthansa: Soll ab Ende Oktober im regulären Einsatz stehen.

Lufthansas erster Airbus A350-1000: Konfiguration, geplanter Starttermin und erste mögliche Ziele

ticker-lufthansa

Lufthansa, Austrian Airlines und ITA Airways nehmen Flüge nach Riyadh und Amman wieder auf

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies