McDonnell Douglas MD-81 von Laser Airlines: Die Airline will in die USA fliegen.

Laser AirlinesAirline aus Venezuela will mit McDonnell Douglas MD-80 in die USA fliegen

Die letzten Flüge zwischen den USA und Venezuela gab es 2019. Nun hat Laser Airlines einen Antrag auf Flüge nach Miami gestellt. Die Fluggesellschaft aus Venezuela will mit McDonnell Douglas MD-80 starten.

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Mitte der 1990er- bis in die frühen 2000er Jahre stand Caracas täglich auf dem Flugplan großer Fluggesellschaften aus den USA. American Airlines, Delta, United und Co. boten regelmäßige Verbindungen von New York, Houston und Miami nach Venezuela an. Auch die venezolanische Aeropostal flog regelmäßig in die USA.

Erst mit der Machtübernahme des Sozialisten Hugo Chávez verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten. Die Flugverbindungen wurde schrittweise reduziert. 2019 gab es den letzten Linienflug zwischen den USA und Venezuela.

Laser Airlines hat erneut Antrag an die USA gestellt

In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2026 beendeten die USA die Herrschaft von Nicolás Maduro, als ihre Spezialkräfte den Machthaber und seine Ehefrau Cilia Flores in ihrem Haus in Caracas festnahmen. Unter dem Vorwurf des Drogenterrorismus wurden beide in ein US-Bundesgefängnis nach New York gebracht. Am 29. Januar erklärte Präsident Donald Trump den venezolanischen Luftraum nach 26-tägiger Schließung wieder für geöffnet.

Schon am 23. Januar hat Laser Airlines beim Verkehrsministerium der USA einen aktualisierten Antrag auf Flüge in die USA gestellt. Die venezolanische Fluggesellschaft möchte Linien- und Charterflüge für Passagiere, Fracht und Post zwischen Caracas, Valencia und Maracaibo sowie Miami aufnehmen.

Mit McDonnell Douglas MD-80 nach Miami

Laser Airlines plant, die Flüge zu Beginn mit Flugzeugen der Baureihe McDonnell Douglas MD-80 durchzuführen. Später sei auch ein Einsatz der größeren Boeing 767 möglich. Sie Fluglinie rechnet im ersten Jahr mit 172.800 Passagieren.

Die Fluglinie argumentiert mit dem öffentlichen Interesse, der humanitären Notlage und den wirtschaftlichen Chancen für eine Genehmigung der USA-Flüge. Venezuela leidet seit Jahren unter Medikamenten- und Lebensmittelknappheit und mit den Flügen könnte Laser Airlines Abhilfe schaffen. Die ersten Flüge will die Airline 90 Tage nach der Genehmigung aufnehmen.

Laser Airlines stellt vierten Antrag seit 2011

Laser Airlines wurde 1991 gegründet und bietet seit 1994 Inlands- und Regionalflüge an. Ihre Flotte besteht aus einem zwanzigjährigen Airbus A330-300 sowie zehn mehr als dreißigjährigen McDonnell Douglas MD-80 (vier MD-81, vier MD-82 und zwei MD-83). Die Fluggesellschaft ist laut dem Antrag finanziell stabil.

Es ist allerdings nicht ihr erster Versuch, Flüge in die USA aufzunehmen. Den ersten Antrag hat Laser Airlines schon 2011 gestellt. Allerdings ohne Erfolg. Die nächsten Versuche folgten 2018 und 2021 und waren ebenfalls nicht erfolgreich. Nun soll es mit den US-Flügen im vierten Anlauf funktionieren. Laser Airlines pocht auf eine beschleunigte Prüfung des Antrags.

Weg ist mehr als lang und steinig

Doch der Weg zur Genehmigung der Flüge ist mehr als schwierig. Zum einen, weil das aktuelle Luftverkehrsabkommen zwischen den USA und Venezuela veraltet ist. Es stammt aus dem Jahr 1953 und entspricht, etwa in Sachen Marktzutritt, Sicherheitsvorschriften oder Verkehrsrechten, nicht mehr den heutigen Standards. Ohne gültiges Abkommen kann die venezolanische Regierung Laser Airlines nicht beim Verkehrsministerium der USA vorschlagen. Die Verhandlungen für ein neues Abkommen würden Monate dauern. In der Vergangenheit liebäugelte die Airline auch mit Flügen nach Europa.

Aktuell stuft die US-Luftfahrtbehörde FAA Venezuela in die Sicherheitskategorie 2 ein. Damit dürfen venezolanische Airlines nicht in die USA fliegen. Die USA erlauben Flüge aus einem Land nur dann, wenn es die Sicherheitskategorie 1 erreicht, also die Sicherheitsstandards der International Civil Aviation Organization kurz Icao vollständig erfüllt sind. Ohne diplomatische Einigung zwischen Washington und Caracas geht erstmal nichts.

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