In den europäischen Werken von Airbus gibt es traditionell eine Sommerpause, während der in bestimmten Produktionsbereichen die Arbeit deutlich heruntergefahren wird. So war zuletzt Ende Juli ein Airbus A319 von Volotea als Werksshuttle zwischen Toulouse und Hamburg-Finkenwerder unterwegs. Die spanische Fluglinie hatte seit 2019 den Auftrag des Flugzeugbauers inne, Angestellte zwischen den beiden Werken hin- und herzufliegen.
Doch zum Ende der Sommerpause 2026 hat nicht etwa Volotea die Flüge wieder aufgenommen, sondern Titan Airways. Der britische Charteranbieter ist nun offiziell als Werksshuttle-Airline unterwegs. Am Montag (31. August) bediente der Airbus A320 mit dem Kennzeichen G-POWM die Strecke unter den Flugnummern HR1222/HR1223 und HR1224/HR1225. Das Flugzeug ist 21 Jahre alt und verfügt über eine reine Economy-Class-Kabine mit 180 Sitzen.
Einst führte Germania die Werksshuttle-Flüge durch
Ein Airbus-Sprecher bestätigt auf Anfrage von aeroTELEGRAPH: «Titan betreibt jetzt den Charter Hamburg-Finkenwerder - Toulouse.» Wie bereits zuvor gebe es auf dieser Werksshuttle-Strecke insgesamt zwölf Flüge von Montag bis Donnerstag. Hinzu komme alle 14 Tage ein zusätzlicher Umlauf (also zwei weitere Flüge) am Freitag.
«Die Airbus-Charterflüge werden regelmäßig neu ausgeschrieben», erklärt der Sprecher. Dies sei ein Standard-Verfahren und die neue Zusammenarbeit mit Titan Airways sei längerfristig. Die britische Fluggesellschaft hatte die Strecke in der Vergangenheit schon einmal bedient - allerdings nur übergangsweise. Denn mit der Insolvenz von Germania im Februar 2019 stand Airbus plötzlich ohne Werksshuttle zwischen Hamburg und Toulouse da.
Volotea mehrere Jahre für Airbus im Einsatz
Hamburg - Toulouse ist derweil nicht die einzige Shuttle-Route des Flugzeugbauers. «Charterflüge gibt es auch zwischen anderen Standorten, zum Beispiel innerhalb von Frankreich oder zwischen Augsburg und Marseille», erklärt der Airbus-Sprecher. Toulouse und Hamburg-Finkenwerder sind aber die mit Abstand größten Standorte des Konzerns.
Airbus selbst betreibt nur eine Frachtfluggesellschaft
Airbus vergibt die Aufträge für den Betrieb der Flüge, da der Konzern keine eigene Airline mit einem Luftverkehrsbetreiberzeugnis für den Passagierverkehr betreibt. Anders ist es bei der konzerninternen Fracht: Für deren Transport zwischen den einzelnen Werk gibt es schon seit 1996 die Cargofluglinie Airbus Transport International mit ihrer Beluga-Flotte.
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