Flugbegleiterin vor Bombardier-Jet von Air Nostrum:  Entscheidet sich die Airline für andere Flugzeuge?

Statt Bombardier CRJ 1000Air Nostrum liebäugelt mit Airbus A220 und Embraer E2

Die spanische Regionalairline fliegt seit fast 30 Jahren für Iberia. Jetzt könnte Air Nostrum ihre Bombardier-CRJ-1000-Flotte durch neue Embraer- oder Airbus-Jets ersetzen - und noch mehr innerspanische Strecken von Iberia übernehmen.

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In den USA ist es gang und gäbe: Regionalairlines übernehmen für die großen Fluggesellschaften Strecken, die sich nur mit kleinen Flugzeugen wirtschaftlich betreiben lassen. Passagiere merken den Unterschied oft nicht. Die Flüge werden unter dem Code der großen Fluglinie in deren Lackierung durchgeführt. Mesa Airlines tut dies für United und American, Skywest für Delta und American. Dieses Modell gibt es aber auch in Europa.

Unter dem Namen Iberia Regional fliegt Air Nostrum schon seit 1997 für Iberia, inklusive Iberia-Lackierung und Iberia-Code. Der Schriftzug Air Nostrum steht nur klein in Blau und Rot auf dem vorderen Rumpf der Flugzeuge. Heute hat die 1994 in Valencia gegründete Fluggesellschaft laut der Datenbank CH-Aviation 40 eigene Flugzeuge.

Embraer E2, Airbus A220 - oder doch weiterhin CRJ 1000?

Das Rückgrat der Flotte bilden 33 Bombardier CRJ 1000 mit einem Durchschnittsalter von rund elf Jahren. Hinzu kommen sieben ATR 72-600, die es durchschnittlich auf etwa 14 Jahre bringen. Laut der spanischen Zeitung El Economista prüft Air Nostrum nun eine umfassende Modernisierung der Flotte, um ihre Rolle innerhalb der Iberia-Gruppe zu stärken.

El Economista berichtet, dass Air-Nostrum-Chef Guillermo González Vallina aktuell zwei Varianten in Erwägung zieht: Entweder die Bombardier CRJ 1000 weiter zu betreiben und die Wartung zu intensivieren. Oder sie durch eine neue Generation von Regionalflugzeugen zu ersetzen. Zur Wahl stehen die Embraer E2 sowie der Airbus A220.

Iberia gibt immer mehr Inlandsstrecken ab

Iberia hat in jüngster Zeit immer mehr innerspanische Routen an Air Nostrum abgegeben, Ende März zuletzt die Strecke Madrid - Asturien. Die Frequenzen blieben erhalten, allerdings kommen nun kleinere Flugzeuge zum Einsatz statt der Airbus A320 und A321 von Iberia.

Hintergrund ist zum einen, dass Iberia - wie auch zahlreiche andere Airlines - mit Triebwerksproblemen von Pratt & Whitney zu kämpfen hat, zum anderen hat sich das Geschäft durch den Ausbau des Hochgeschwindigkeitszug-Netzes in Spanien verändert. Iberia selber konzentriert sich zunehmend aufs Mittel- und Langstreckengeschäft.

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