Air France verteidigt sich

Nach der Landung eines Airbus in Syrien wird die Airline harsch kritisiert. Der Pilot habe keine andere Wahl gehabt, wehrt sie sich.

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Der französische Außenminister verschärfte am Montag seine Kritik an der Landung eines Airbus A330 von Air France in Syrien. «Entscheidungen sind unter solchen Umständen nicht einfach zu treffen», sagte Laurent Fabius gegenüber dem Radiosender RTL. «Aber mitten in einem Konflikt in Damaskus abzusetzen, da werden Sie mir zustimmen, ist nicht die beste Wahl». Er habe während seines Besuches in Jordanien erfahren, dass die Maschine in der syrischen Hauptstadt gelandet sei, um zu tanken. «Ich war auf der Stelle beunruhigt», so Fabius. Damit habe man die Sicherheit der Passagiere an Bord riskiert. «Im Flugzeug saßen Leute, die vom syrischen Regime gesucht werden» so das Regierungsmitglied. Er sage es nochmals: «Das war nicht die beste Entscheidung. Und das ist diplomatisch ausgedrückt.»

Am Samstag hatte Fabius die Landung offen als «enorme Dummheit» bezeichnet. Der Airbus der französischen Fluggesellschaft mit 174 Fluggästen und elf Besatzungsmitgliedern an Bord konnte am letzten Mittwochabend wegen Unruhen um den Flughafen nicht wie geplant in Beirut landen. Die Crew musste daraufhin in Syrien absetzen, um das Flugzeug wieder zu betanken.

Schwierige Kommunikation

Gegen die Kritik wehrte sich nun Air France. Die Umstände hätten dem Kapitän keine andere Wahl gelassen. Er habe zuerst nach Amman fliegen wollen. Die jordanische Hauptstadt ist zusammen mit Kairo und Larnaca der Ausweichflughafen für Beirut. Doch der syrische Fluglotse wollte dem Piloten keine Bewilligung zum direkten Überflug von Beirut nach Amman geben. Er habe ein Abdrehen um 270 Grad verlangt, statt 90 Grad wie es die Crew wollte, erklärte ein Air-France-Sprecher am Montag gegenüber dem französischen Magazin Le Point. Die Kommunikation mit dem Lotsen habe sich «schwierig gestaltet». Für die verlangte Route habe man dann nicht mehr genug Kerosin an Bord gehabt. Daraufhin sei Damaskus als letzte mögliche Destination verblieben. Im Übrigen habe man während der gesamten kritischen Phase mit dem Krisenzentrum des Außenministeriums in Kontakt gestanden.

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