Aer-Lingus-Flieger: Die USA sind ein wichtiger Markt für die Airline.

Flüge in die USAAer Lingus braucht Passagiere vom Festland

Die irische Nationalairline baut ihr Angebot nach Nordamerika massiv aus. Nur mit Kunden aus Irland kann Aer Lingus die Flieger aber nicht füllen.

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Die irische Fluglinie scheint derzeit die Lieblingstochter von IAG-Chef Willie Walsh zu sein. «Meine Ambitionen für Aer Lingus sind unbegrenzt», so der Ire, der seine Karriere als Pilot bei der Fluglinie begonnen hatte und dort schließlich sogar Geschäftsführer wurde. «Bis ich bemerke, dass wir alles erreicht haben, was zu erreichen ist und es nichts mehr gibt, wo wir noch hinkönnen, sehe ich riesiges Potenzial für das Unternehmen.»

Das zeigt sich auch im Wachstum der Fluglinie mit den grünen Jets. Seitdem Aer Lingus 2015 zu IAG stieß, hat die Fluglinie sechs neue Transatlantik-Strecken gestartet. Los Angeles, Newark, Hartford, Miami und Philadelphia gehören dazu. Erst gerade kündigte die Fluglinie an, ab Mai 2018 auch nach Seattle zu fliegen. Insgesamt bietet Aer Lingus 13 Destinationen in den USA an. Doch das ist nicht alles. «Wir haben bereits zehn neue potenzielle Ziele identifiziert», so Walsh laut der Zeitung Irish Times.

Umsteigeverbindungen zentral

Eine Voraussetzung gibt es für den Erfolg der irischen Fluglinie aber: Die Nachfrage aus Kontinentaleuropa muss da sein. Kunden alleine aus der Region Dublin oder Irland würden nicht ausreichen, um die Flieger nach Seattle zu füllen, so Walsh. «Auf keinen Fall könnte Aer Lingus nach Seattle fliegen, wenn es keine Umsteigekunden aus dem Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa gäbe.» Dasselbe gelte für Miami, Los Angeles, Philadelphia oder San Francisco.

Auch Deutschland, Österreich und die Schweiz sind da wichtige Märkte. «AerLingus baut die Kapazitäten nach Nordamerika aus», so eine Sprecherin auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. «Aktuell gibt es mehr Flüge aus Norddeutschland, etwa Hamburg, die sehr gut zu den USA Flügen ab Dublin passen"» fügt sie an.

Verkaufsargument Pre Clearance

Ein Argument, mit dem Aer Lingus bei Umsteigepassagieren für sich wirbt, ist die so genannte Pre Clearance. Das heißt: Passagiere können bereits am Flughafen Dublin die Einreiseformalitäten für die USA erledigen - das spart ihnen dann nach der Ankunft Zeit.

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