A380 von Emirates: Über dem Atlantik fiel ein Triebwerk aus.

8000 Kilometer mit drei Motoren

Viele Passagiere haben Angst davor, dass im Flug ein Triebwerk ausfallen könnte. Der Fall eines A380 von Emirates zeigt aber, wie unbedenklich das ist.

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Die Maschine war am Flughafen New York JFK gestartet. Sie flog an jenem 26. Oktober wie immer an der steinigen Küste von Maine empor weiter nach Neufundland. Über der kanadischen Stadt St. Johns verließ der Airbus A380 von Emirates die Route über Land, um den Atlantik zu queren. Ziel von Flug EK202 war Dubai.

Rund 370 Kilometer von St. Johns entfernt machte das rechte äußere Triebwerk plötzlich Probleme. Offenbar kam es zu einem sogenannten Flammabriss oder Flameout und schaltete sich aus, wie die kanadische Transportsicherheitsbehörde Transportation Safety Board of Canada TSB meldet. Die Crew sandte darauf die Dringlichkeitsmeldung Pan Pan aus, um danach die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Sie beschloss aber, den Flug fortzuführen. Mit dem A380 sanken die Piloten deshalb auf eine tiefere Flugstraße und nahmen die Pan-Meldung zurück, schreibt das Fachportal Aviation Herald.

Verschiedene Zulassungen

Der A380 flog danach 8000 Kilometer weit ohne weitere Probleme. Das zeigt: Ein Ausfall eines Triebwerks ist für einen modernen Jet kein großes Problem. Dies gilt selbst für Jets mit zwei Triebwerken. Sie sind von den Behörden in verschiedene Klassen eingeteilt. Die so genannte Etops-Zertifizierung (Etops steht für Extended range Twin Operations) besagt, wie schnell ein Flieger mit nur noch einem Triebwerk einen Ausweichflughafen erreichen muss. So besitzt die Boeing 777-200 ER etwa die Zulassung Etop 330, der Airbus A350 soll Etops 350 bekommen. Das heißt sie müssen in 330 beziehungsweise 350 Minuten einen Airport erreichen können, wenn ein Motor ausfällt. Auch Fluggesellschaften müssen indes zuerst eine Etops-Zulassung erhalten.

Ganz erreichte der Emirates-A380 sein Ziel Dubai aber nicht. Denn der Flug auf tieferer Höhe verbraucht mehr Treibstoff. Die Piloten landeten am Ende in Kuwait. Von dort wurden die Passagiere nach Dubai geflogen.

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