Flughafen Thessaloniki: Zwei Pisten, beide nicht in Betrieb.

Easyjet weicht aus Sicherheitsgründen ausAirlines meiden Flughafen Thessaloniki

Die Pisten des Flughafens der griechischen Stadt werden saniert. Nun muss auf einem Rollweg gelandet werden. Das gefällt nicht allen Fluggesellschaften.

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Wer dieser Tage mit Easyjet nach Thessaloniki fliegt, kommt nicht in Thessaloniki an. Er landet im 150 Kilometer entfernten Kavala. Denn die britische Billigfluggesellschaft hat beschlossen, den Flughafen der Hauptstadt der griechischen Region Makedonien bis zum 21. Dezember zu meiden. Er entspreche derzeit nicht den eigenen Sicherheitsstandards, begründet Easyjet in einer Stellungnahme.

Der Grund für die ungewöhnliche Maßnahme liegt in Bauarbeiten an Piste 16/34, die üblicherweise für den Flugbetrieb genutzt wird und auch über ein Instrumentelandesystem verfügt. Sie wird momentan renoviert und kann nicht benutzt werden. Piste 10/28 ist ebenfalls nicht in Betrieb. In dieser Zeit wird der schmalere, parallel zu 10/28 verlaufende Rollweg F als Start- und Landebahn genutzt.

Keine Landung bei schlechtem Wetter

«Fluggesellschaften wurden nicht genug früh über die Maßnahme informiert», so Easyjet. Zudem: «Leider sind die Risiken, die mit der vorgeschlagenen temporären Landebahn verbunden sind, für uns nicht akzeptabel.» Die Airline fliegt von Basel, Berlin-Schönefeld, London Gatwick und Manchester nach Thessaloniki.

Auch Austrian Airlines hat auf die Situation reagiert. Man bewerte die Situation in Thessaloniki tagesaktuell, erklärt ein Sprecherin. «Es kann vorkommen, dass wir bei ungünstigen Witterungsbedingungen ausweichen müssen.» Swiss bedient die griechische Stadt im Winter nicht, hat sie aber aktuell aus der Liste der Ausweichflughäfen gestrichen, wenn Flugzeuge außerplanmäßig landen müssen.

Behörde verteidigt sich

Die griechische Luftfahrtbehörde Hellinic Civil Aviation Authority verteidigt sich. Man habe früh informiert. Zudem hätten Tests ergeben, dass das aktuelle Regime problemlos sei.

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