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China

Airline-Riesen beschweren sich über Subventionen

Sie gehören selber dem Staat, aber mit Subventionen für kleinere Konkurrenten sind die drei größten Airlines Chinas nicht einverstanden. Streitpunkt sind Interkontinentalflüge.

Hangzhou: Kein Drehkreuz wie Peking, aber mehr als 9 Millionen Einwohner.

China Southern Airlines, Air China und China Eastern Airlines sind unzufrieden: Sie drängen darauf, dass die Regierung gegen subventionierte Interkontinentalrouten in sogenannten sekundären Städten Chinas vorgeht. Das berichtet das Fachmagazin Aviation Week. Ziel ist es offenbar, den Wettbewerb durch kleinere Konkurrenten zu unterbinden, die abseits der Drehkreuze Peking, Shanghai, Guangzhou und Chengdu Verbindungen eröffnen wie etwa von Hangzhou nach Madrid oder von Qingdao nach Melbourne.

Daher wandten sich die drei großen Fluggesellschaften 2017 an ihre gemeinsame Muttergesellschaft, die Kommission zur Kontrolle und Verwaltung von Staatsvermögen, wie zwei Informanten dem Magazin berichteten. Die Airlines fordern demnach, dass Routen nur eröffnet werden dürfen, wenn die Marktbedingungen dies rechtfertigen, und nicht, weil Provinz- oder Stadtregierungen Airlines für den Anschluss an Fernreiseziele bezahlen.

Kleine Airlines mit großen Jets

Erfolg hatte der Protest bisher offenbar noch nicht. So beantragte etwa Lucky Airlines aus der HNA Group zuletzt eine Route von Kunming in Südchina ins russische St. Petersburg. Womöglich trifft die Regierung aber auch erst im Laufe des Jahres 2018 eine Entscheidung. Sollte diese zugunsten der drei großen Fluglinien ausfallen, könnten kleine wie Ruili Airlines, Juneyao Airlines und Donghai Airlines leiden, die in der Erwartung von finanzieller Unterstützung Großraumflugzeuge angeschafft haben.



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