Skizze von Airbus: «Laserkommunikations-Technologien sind die nächste Revolution.»

Satelliten-VerbindungAirbus will Internet per Laser ins Flugzeug bringen

Der Flugzeugbauer tüftelt an einer Laserverbindung zwischen Flugzeugen und Satelliten. Nach dem Militär sollen auch Passagiere von Verkehrsflugzeugen profitieren.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Daten sollen rasen. Airbus' Militär- und Raumfahrtsparte arbeitet derzeit an einem Projekt, das künftig auch der zivilen Luftfahrt nutzen soll: Laserkommunikation zwischen Flugzeugen und Satelliten, die sich in 36.000 Kilometern Höhe über der Erde befinden.

Traditionell senden Satelliten ihre Daten per Funkwellen zur Erde, doch dabei sind der Übertragungsgeschwindigkeit Grenzen gesetzt. Zugleich werden die Datenmengen immer größer. Die Lösung für dieses Problem sollen optische Kommunikationssysteme sein, die Laserstrahlen zur Datenübertragung nutzen. «Laserkommunikations-Technologien sind die nächste Revolution in der Satellitenkommunikation», so Airbus. «Sie bringen noch nie dagewesene Übertragungsraten, Datensicherheit und Ausfallsicherheit.»

Mehrere Gigabit pro Sekunde

Denn was für die Übertragung zwischen Bodenstationen und Satelliten gilt, soll künftig auch zwischen Flugzeugen und Satelliten relevant werden. Dazu arbeitet Airbus zusammen mit der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung, kurz TNO, am Prototypen eines sogenannten Laser Communication Terminals. Dabei handelt es sich um eine Laser-Datenübertragungsstation. Sie trägt den Namen Ultra Air.

Der Prototyp soll den Weg ebnen, Datenübertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde zu erreichen. Davon sollen laut Airbus nicht nur militärische Flugzeuge und Drohnen profitieren, «es soll langfristig auch Flugpassagieren Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen ermöglichen». Sprich: Es winkt sehr schnelles Internet an Bord.

Passagiere brauchen noch Geduld

Erste Tests werden noch in diesem Jahr in den Laboren der Airbus-Tochter Tesat stattfinden, die in Backnang in Baden-Württemberg sitzt. 2022 sollen weitere Tests auf Teneriffa folgen, wo die europäische Weltraumagentur ESA auf rund 2400 Metern Höhe eine Bodenstation betreibt. Für Mitte 2022 sind erste Tests an Bord eines Flugzeuges geplant.

Airbus erklärte auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, dass die ersten Flugtests mit einer Dassault Falcon 20 durchgeführt werden. Später sollen größere Flieger folgen. Und wann profitiert der normale Passagier? Eine breitere Nutzung der neuen Technik in Verkehrsflugzeugen sei technisch in etwa zehn Jahren vorstellbar, so ein Airbus-Sprecher.

Mehr zum Thema

Fahrzeug mit Lasersystemen: Flughafen Basel-Mulhouse überprüft Start- und Landebahn mit neuer Technik.

Mit Lasern die Piste abtasten

Computerskizze von Lasersensoren: Keine Vereisungen, Verschmutzungen oder Störungen der Aerodynamik.

Laserstrahlen sollen Flugzeuge sicherer machen

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Fraunhofer-Institut suchen das bessere Ruder

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack