Skizze von Airbus: «Laserkommunikations-Technologien sind die nächste Revolution.»

Satelliten-VerbindungAirbus will Internet per Laser ins Flugzeug bringen

Der Flugzeugbauer tüftelt an einer Laserverbindung zwischen Flugzeugen und Satelliten. Nach dem Militär sollen auch Passagiere von Verkehrsflugzeugen profitieren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Daten sollen rasen. Airbus' Militär- und Raumfahrtsparte arbeitet derzeit an einem Projekt, das künftig auch der zivilen Luftfahrt nutzen soll: Laserkommunikation zwischen Flugzeugen und Satelliten, die sich in 36.000 Kilometern Höhe über der Erde befinden.

Traditionell senden Satelliten ihre Daten per Funkwellen zur Erde, doch dabei sind der Übertragungsgeschwindigkeit Grenzen gesetzt. Zugleich werden die Datenmengen immer größer. Die Lösung für dieses Problem sollen optische Kommunikationssysteme sein, die Laserstrahlen zur Datenübertragung nutzen. «Laserkommunikations-Technologien sind die nächste Revolution in der Satellitenkommunikation», so Airbus. «Sie bringen noch nie dagewesene Übertragungsraten, Datensicherheit und Ausfallsicherheit.»

Mehrere Gigabit pro Sekunde

Denn was für die Übertragung zwischen Bodenstationen und Satelliten gilt, soll künftig auch zwischen Flugzeugen und Satelliten relevant werden. Dazu arbeitet Airbus zusammen mit der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung, kurz TNO, am Prototypen eines sogenannten Laser Communication Terminals. Dabei handelt es sich um eine Laser-Datenübertragungsstation. Sie trägt den Namen Ultra Air.

Der Prototyp soll den Weg ebnen, Datenübertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde zu erreichen. Davon sollen laut Airbus nicht nur militärische Flugzeuge und Drohnen profitieren, «es soll langfristig auch Flugpassagieren Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen ermöglichen». Sprich: Es winkt sehr schnelles Internet an Bord.

Passagiere brauchen noch Geduld

Erste Tests werden noch in diesem Jahr in den Laboren der Airbus-Tochter Tesat stattfinden, die in Backnang in Baden-Württemberg sitzt. 2022 sollen weitere Tests auf Teneriffa folgen, wo die europäische Weltraumagentur ESA auf rund 2400 Metern Höhe eine Bodenstation betreibt. Für Mitte 2022 sind erste Tests an Bord eines Flugzeuges geplant.

Airbus erklärte auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, dass die ersten Flugtests mit einer Dassault Falcon 20 durchgeführt werden. Später sollen größere Flieger folgen. Und wann profitiert der normale Passagier? Eine breitere Nutzung der neuen Technik in Verkehrsflugzeugen sei technisch in etwa zehn Jahren vorstellbar, so ein Airbus-Sprecher.

Mehr zum Thema

Fahrzeug mit Lasersystemen: Flughafen Basel-Mulhouse überprüft Start- und Landebahn mit neuer Technik.

Mit Lasern die Piste abtasten

Computerskizze von Lasersensoren: Keine Vereisungen, Verschmutzungen oder Störungen der Aerodynamik.

Laserstrahlen sollen Flugzeuge sicherer machen

ticker-frankreich

Frankreich bestellt acht Airbus-Drohnen U050 Capa-X

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack