Airbus A321 Neo: Wie wird die nächste Generation aussehen?

Neues ModellAirbus lüftet Schleier um A320-Neo-Nachfolger

Der Flugzeugbauer will sich nicht nur auf die Entwicklung von Wasserstofffliegern verlassen. Airbus arbeitet auch an einem neuen Modell mit herkömmlichen Antrieb - und verrät jetzt erstmals Details.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wenn es um künftige Airbus-Modelle geht, steht aktuell das Thema Wasserstoffantrieb im Fokus. Doch bereits seit mehreren Jahren arbeitet der Hersteller an einem Nachfolgemodell für die A320-Neo-Familie mit herkömmlichem Antrieb. Denn sicher ist der Erfolg der neuen Technologie noch lange nicht. Und selbst wenn der große Wurf gelingt: Womöglich sind die kommenden Wasserstoffflieger auch nicht für alle Aufgaben geeignet.

Doch wie soll ein neues Modell mit mit herkömmlichem Antrieb aussehen? Diese Frage stellte das Magazin Aviation Week Airbus-Chef Guillaume Faury. «Wir brauchen Flugzeuge, die rund 20 bis 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als das, was wir heute mit A320 Neo oder A321 Neo nutzen», so der Konzernchef des Flugzeugbauers.

Neues Modell womöglich mit Open Roter

Man bereite daher die Inbetriebnahme eines solch sparsamen Fliegers in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts vor. Airbus strebe «das Jahr 2035 an, möglicherweise zwischen 2035 und 2040». Starten werde das Programm womöglich 2027 oder 2028, spätestens 2030

Faury betonte, dass es sich dabei nicht um eine verbesserte Version der A320-Neo-Familie handele, sondern um ein ganz neues Modell. Dabei wünsche man sich ein Open-Rotor-Triebwerk - also quasi eine Mischung aus Turbofan und Turboprop. An dem arbeite man gerade zusammen mit CFM International. «CFM ist fest davon überzeugt, dass es machbar ist. Unsere Teams glauben, dass es wahrscheinlich realisierbar ist.»

Neue Herausforderungen

Ein größerer Rotor bei einem Open-Rotor-Triebwerk bringe auch neue Herausforderungen mit sich in Sachen Vibrationen, Geräusche und Stabilität, sagte Faury. Es gebe aber auch Lösungen. Das neue Flugzeug werde in Bezug auf Größe, Geschwindigkeit und das Verhältnis von Nutzlast und Reichweite durchaus den Werten eines A320 Neo oder A321 Neo nahekommen, so der Airbus-Chef. «Die Reichweite wird noch besser sein.»

Faury betonte aber, dass es zum Erreichen der Emissionsziele nötig sei, den Einsatz nachhaltiger Treibstoffe (im Jargon SAF genannt, Sustainable Aviation Fuels) kurzfristig erheblich zu beschleunigen, technisch und kommerziell. Nur wenn es bis 2030 gelinge, 10 Prozent des weltweiten Treibstoffbedarfs mit dem saubereren Treibstoff abzudecken, könne man im Jahr 2050 schließlich 100 Prozent erreichen.

Weiterhin auch Wasserstoff

Der Airbus-Konzernchef erklärte, dass man trotz dieser Pläne weiterhin auch an Wasserstofffliegern arbeite. 2035 wolle man damit nach wie vor in der Luft sein, so Faury.

Konkurrent Boeing verriet kürzlich, dass man sich bis etwa 2028 auf ein neues Flugzeugmodell festlegen möchte. Gute Chancen hat das Konzept Transonic Truss-Braced Wing, an dem Boeing  mit der Nasa forscht. Es handelt sich um einen Schulterdecker, dessen Tragflächen über Streben mit dem unteren Teil des Rumpfes verbunden sind.

Mehr zum Thema

Wasserstoff-Anlage: Eine alternative Energie.

Was zu einer Wasserstoff-Infrastruktur in der Luftfahrt alles dazu gehört

Der erste Airbus A380 wird zum Testflieger - auch für das ...

Airbus will mit Brennstoffzellen-Triebwerk 1800 Kilometer weit fliegen

Airbus A350 beim Start: Der Langstreckenflieger soll ein Upgrade bekommen.

Airbus prüft A350 Neo und A320-Nachfolger

airbus a320 neo (1)

Geheimnisvoller Kunde bestellt 100 Jets bei Airbus - und dahinter verbirgt sich ein Riese

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin