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Neues Langstreckenflugzeug

Airbus erhöht Reichweite des A330 Neo

Airbus hat entschieden, die Reichweite des A330 Neo zu erhöhen. Schon Mitte 2020 soll die neue Version verfügbar sein. Dadurch gerät allerdings der A350-800 weiter unter Druck.

Airbus

A330 Neo beim Start zum Erstflug: Schon bald soll er weiter fliegen können.

Gerade erst ist der Airbus A330 Neo zum ersten Mal abgehoben und schon plant der europäische Flugzeugbauer Anpassungen. Wie Airbus-Zivilflugzeugchef Fabrice Brégier im Gespräch mit Journalisten bekannt gab, hat Airbus beschlossen, das maximale Startgewicht für den A330 Neo um neun Tonnen auf 251 Tonnen zu erhöhen. «Mitte 2020 soll das Flugzeug verfügbar sein», so Brégier.

Die Erhöhung des Startgewichts bedeutet, dass das nochmals verbesserte Flugzeug auch eine verbesserte Reichweite hat. Verglichen mit der Version, die jetzt Zum Erstflug abhob, ist das ein Plus von 700 nautischen Meilen (zirka 1300 Kilometer), gegenüber dem jetzt verfügbaren klassischen A330 Ceo (Current Engine Option) sind es 1000 nautische Meilen (zirka 1850 Kilometer) mehr. «Mit dieser Version könnte man also voll beladen von Kuala Lumpur nach London fliegen», so Brégier.

A350-800 noch mehr unter Druck

Mit diesen Anpassungen gerät allerdings ein anderes Produkt von Airbus unter Druck: Der neue A330-900 nähert sich mit seiner Reichweite dem Airbus A350-800 an, der bereits jetzt weniger Bestellungen einholt als gewünscht. Schon länger raunt man in der Branche über ein mögliches Ende des Programms, mehrere Airlines haben bereits ihre Bestellungen auf solche für die größere Version A350-900 oder auf A330 Neo umgewandelt. Derzeit gibt es nur acht Orders für den Flieger.

Ein Ende des A350-800 sieht Brégier aber aktuell – noch – nicht. Über die Zukunft müsse der Markt entscheiden, so der Manager auf die Frage, wie sich die Anpassungen am A330 Neo auf den A350-800 auswirken. Aber was er auch sagte: «Wir verbessern die Reichweite des A350-900.» Wenn Kunden also die ultra lange Reichweite wollten, könnten sie das also mit der 900-er-Version schaffen.

«Hinweise gegeben»

Das wird etwa Singapore Airlines im kommenden Jahr nutzen, wenn sie die Strecke Singapur-New-York mit dem A350-900 anbieten. «Und wenn die Kunden die Sitzkapazität eines A350-800 wollen, können sie das mit dem A330 Neo mit niedrigeren Kosten schaffen.» Er habe vielleicht nicht direkt auf die Frage geantwortet, fügte Brégier an. «Aber ein paar Hinweise konnte ich damit wohl geben.»



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