Airbus A321 auf der Piste: Bei Regen und Eis ist landen nicht immer ganz einfach.

Problem Schnee, Starkregen, EisNeues System soll Piloten beim Bremsen helfen

Airbus hat ein System entwickelt, das Piloten exakt über den Pistenzustand am Zielort informiert. Es funktioniert fast wie Staumelder in Karten-Apps.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Sie sind bei modernen Fliegern mit einem Faktor von 1 zu 20 Millionen Flügen zwar äußerst selten. Und sie gehen für Besatzung und Passagiere auch meist ziemlich glimpflich aus. Doch für Fluggesellschaften haben sie trotzdem oft unangenehme Konsequenzen. Unkontrolliertes Verlassen der Landebahn - im Fachjargon Runway Excursion genannt - ist für 35 Prozent aller Totalverluste von Flugzeugen verantwortlich, wie Zahlen von Airbus aus den letzten 20 Jahren zeigen.

Um die Vorfälle weiter zu verringern, hat der europäische Flugzeugbauer ein neues Warnsystem entwickelt. Es nennt sich BACF. Die Abkürzung steht für Braking Action Computation Function. Finnair, SAS und Novair bauen es als erste Fluggesellschaften in ihre A320 und A321 ein. Die Technologie soll es Piloten dank genauer Daten erlauben, ihr Bremsverhalten exakt dem Pistenzustand anzupassen. Das ist besonders dann nützlich, wenn Starkregen, Schnee oder Eis für schwierige Verhältnisse sorgen.

Breiter Einsatz ab 2019

Flugzeuge, die mit dem neuen Airbus-System ausgestattet sind, sammeln beim Abbremsen automatisch Informationen zum Pistenzustand. Diese werden mit Daten ganz normaler Verhältnisse abgeglichen. So können heikle Situationen, aber dank GPS-Daten auch heikle Stellen auf der Piste, ausgemacht werden. Diese werden dann auf dem Bildschirm des Bordcomputers (Flight Management System) gezeigt und mit dem Kontrollturm geteilt, der die Piloten nachfolgender Flugzeuge warnen kann.

BACF funktioniert also ähnlich wie Staumeldungen von Karten-Apps. Dort werden Geschwindigkeits- und Standortdaten von vielen verschiedenen Autofahrenden Smartphone-Nutzern eingesetzt, um festzustellen, wo der Verkehr stockt. Die drei nordischen Fluggesellschaften fungieren als eine Art Testgruppe. Wenn ihre Erfahrungen ausgewertet sind, soll das System 2019 breiter ausgerollt werden.

Mehr zum Thema

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Airbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

ticker-airbus-konzern-

Airbus mit Rekordaufträgen und höherem Gewinn im Jahr 2025

Airbus A320 von Afriqiyah Airways: Von ehemals acht Maschinen ist noch ein Airbus einsatzbereit.

Bei Kämpfen beschädigt: Afriqiyah Airways verkauft zwei Airbus A320 und einen A330

ticker-airbus-neo-1

Airbus startet 2026 mit 19 Auslieferungen und 49 Bestellungen im Januar

Video

ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack