Letzte Aktualisierung: 18:22 Uhr

Prinz will Luxus-A380 nicht mehr

Ein saudischer Prinz hatte sich einen fliegenden Palast bestellt. Den A380 verkaufte er aber bereits weiter. Er braucht das Geld für anderes.

Airbus

A380 von Airbus: Nur eine Privat-Version

Fünf Schlafzimmer mit eigenen Bädern, ein eigenes Wellnesslandschaft mit türkischem Dampfbad, ein Parkplatz für den Rolls Royce – der A380, den der saudische Prinz Al Waleed bin Talal sich bestellt hatte, war größer als so manche Luxusvilla. Er war wahrlich ein fliegender Palast. Im Januar 2013 sollte der Jet eigentlich an seinen Besitzer ausgeliefert werden. Es war der erste und bislang auch einzige Privat-A380 auf der Welt. Die Maschine solle die ältere Boeing B747 des Prinzen ersetzen – die war ihm zu klein geworden.

Doch Al Waleed überlegte es sich nun offenbar anders. Wie das Nachrichtenportal Emirates 24/7 berichtet, verkaufte der Prinz und Geschäftsmann den Privatflieger wieder, noch bevor er ausgeliefert wurde. Das bestätigt ein Sprecher seiner Firma Kingdom Holdings gegenüber den Medien. In den vergangenen vier Monaten habe man den A380 verkauft, dessen Wert auf rund 500 Millionen Dollar geschätzt wird. 2007 hatte sich der Prinz den Flieger bei Airbus bestellt.

Jagd auf den Käufer

An wen der Mega-Luxusjet ging, verriet die Firma von Al Waleed nicht. Es sei streng vertraulich, so der Sprecher. Die Jagd nach dem Käufer ist damit eröffnet. Ein A380 lässt sich ja nicht gerade gut verstecken. Planespotter weltweit werden nun nach dem Riesenvogel Ausschau halten.

Das Geld aus dem Verkauf will Al Waleed nach Angaben seiner Firma dafür nutzen, seine Investments in Saudi Arabien und dem Nahen Osten weiter zu verstärken. Das Vermögen des Prinzen schätzt das Wirtschaftsmagazin Forbes auf rund 18 Milliarden Dollar. Er ist unter anderem auch bei Disneyland Paris, den Mövenpick-Hotel oder Apple engagiert.

Computergenerierte Gebetsmatten

Dafür muss der Saudi-Prinz neben den bereits genannten Annehmlichkeiten nun auch auf eine private fliegende Konzerthalle verzichten, einen Konferenzraum mit Hologramm-Bildschirmen und einen Gebetsraum, dessen computergenerierte Gebestmatten automatisch Richtung Mekka zeigen.

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