Airbus A321 Neo von American Airlines: Fliegt zwischen Honolulu und Los Angeles.

American AirlinesAirbus A321 Neo muss Berg auf Hawaii ausweichen

Ein Nachtflug von American Airlines musste nach dem Start in Honolulu einen «beschleunigten Steigflug» durchführen. Die Luftfahrtbehörde hat eine Untersuchung eingeleitet.

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Hawaii ist berühmt für seine imposante Natur. Der höchste Gipfel der vulkanischen Inselgruppe im Pazifik ist mit 4205 Metern über dem Meeresspiegel der Mauna Kea auf der Insel Big Island. Berücksichtigt man jedoch die 5998 Meter, die sich unterhalb der Meeresoberfläche erstrecken, ist der Mauna Kea eigentlich der höchste Berg der Welt. Die durchschnittliche Höhe Hawaiis beträgt 925 Meter über dem Meeresspiegel.

Der wichtigste Flughafen, der Honolulu International Airport, liegt direkt an der Küste und nur 13 Meter über dem Meeresspiegel. Nur wenige Kilometer östlich des Flughafens erstreckt sich die Koʻolau-Bergkette, die bis auf 700 Meter ansteigt. Ein Vorfall vom 13. November, bei dem ein Airbus A321 Neo von American Airlines schnell steigen musste, um einem Berg auszuweichen, hat nun die Luftfahrtbehörde FAA auf den Plan gerufen.

5000 Fuß in zwei Minuten

Regulärer Abflug für American-Airlines-Flug 298 von Honolulu nach Los Angeles ist 23:45 Uhr Ortszeit. Am 12. November verzögerte sich der Start, sodass der A321 Neo mit der Kennung N418AN erst um kurz vor 1 Uhr (und damit am 13. November) auf Piste 08 Richtung Osten abhob. In dieser Richtung liegt die Koʻolau-Bergkette. Daten des Flugverfolgungsdienstes Radarbox zeigen, dass der Jet nach dem Start innerhalb von zwei Minuten auf über 5000 Fuß (mehr als 1500 Meter) gestiegen ist.

In einer Erklärung der FAA heißt es, dass ein Fluglotse die Cockpitcrew anwies, einen «beschleunigten Steigflug» durchzuführen, weil die Besatzung beim Abflug nicht die ihr zugewiesene Kurve geflogen sei. «Die Maßnahmen des Lotsen stellten sicher, dass das Flugzeug sicher über dem nahe gelegenen Gelände blieb», so die amerikanische Behörde.

Flugverlauf von Flug AA298 in der Nacht vom 12. auf den 13. November. Bild: Screenshot Radarbox

Untersuchung eingeleitet

Der Sender CNN hat berechnet, dass sich AA298 mindestens 1500 Fuß (457 Meter) über dem Gelände befunden haben muss. Ein American-Sprecher sagte: «Während des Steigflugs aus Honolulu am 13. November beantragte und erhielt die Besatzung des American-Airlines-Flugs 298 die Freigabe zur Rechtskurve und befolgte die Anweisungen des Fluglotsen.»

Zudem weist die Airline darauf hin, dass das Bodenannäherungs-Warnsystem (auf Englisch Enhanced Ground Proximity Warning System oder kurz EGPWS), nicht Alarm geschlagen habe. Der Flug wurde nach dem Vorfall regulär fortgesetzt. Laut der Airline hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Reisenden bestanden. Die FAA untersucht derzeit den Vorfall.

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