Airbus A320 von Cham Wings: Die Flotte bekam Zuwachs.

Umstrittene Cham WingsAirbus A320 aus mysteriöser Karawane nach Minsk fliegt jetzt in Syrien

Von vier Flugzeugen, die kürzlich koordiniert nach Belarus flogen, hat eines eine neue Heimat. Der Airbus A320 ist jetzt für eine umstrittene syrische Fluglinie unterwegs.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Im Oktober 2023 nahm die Fluggesellschaft Magic Air aus Gambia den Airbus A320 mit der Seriennummer 2600 in ihre Flotte auf. Der Flieger stand zuvor bei Lebanon Sky Aviation im Einsatz - ebenso wie die drei anderen Flugzeuge von Magic Air, alles Airbus A330-200.

Allerdings nahm Magic Air mit den Flugzeugen nicht etwa den Betrieb auf. Sie ließ den A320 am Flughafen Istanbul-Atatürk stehen, die A330 in Kairo und Muscat. Doch am 16. und 17. August 2024 flogen alle vier Jets nach Minsk in Belarus. Die Vermutung lag nahe, dass sie bald weiterreisen könnten - wohl ins sanktionierte Russland.

Jetzt als YK-BAC im Einsatz

Doch während die drei Airbus A330 sich weiterhin in Minsk befinden, flog der A320 vom 22. auf den 23. August nach Damaskus in Syrien. Dort wurde das Flugzeug anschließend von Cham Wings eingeflottet. Am 25. August nahm es mit dem Kennzeichen YK-BAC den Betrieb auf.

Cham Wings betreibt eine reine A320-200-Flotte. Die YK-BAC, jetzt das fünfte Flugzeug der Flotte, flog seit dem 25. August bereits von Damaskus nach Najaf und Erbil im Irak, Beirut im Libanon, Benghazi in Libyen, Kuwait City in Kuwait und Moskau in Russland.

Sanktionen von USA und EU

Cham Wings ist die einzige private Fluggesellschaft in Syrien. Schon 2016 nahmen die USA sie auf ihre Sanktionsliste. Zu den Vorwürfen gehörten unter anderem: Transport von Kämpfern nach Syrien in Kooperation mit dem Assad-Regime sowie Unterstützung des syrischen Militärgeheimdienstes beim Transport von Waffen und bei Geldwäsche.

2021 kam Cham Wings auch auf die Sanktionsliste der EU. Die warf der Fluggesellschaft vor, Flüchtlinge nach Belarus geflogen zu haben, damit das Regime in Minsk mit ihnen Druck auf Europa machen kann. 2022 hob die EU die Sanktionen wieder auf, 2023 gab es einen neuen Schleuserverdacht und seit Anfang 2024 ist Cham Wings zurück auf der Liste.

Mehr zum Thema

Ein A320 von Cham Wings: Die syrische Airline soll Geflüchtete befördern.

Syrische Fluggesellschaft soll erneut in Schleuserflüge verwickelt sein

Airbus A320 von Cham Wings wird im Januar 2021 entladen: Humanitäre Fracht bei heikler Airline.

EU hebt Sanktionen gegen umstrittene Airline auf

Zerstörtes Terminal am Flughafen Damaskus: Vorerst keine Flüge mehr.

Flughafen Damaskus muss nach Raketenangriff Betrieb einstellen

ticker-dan-air

Dan Air fliegt mit Aleppo zweites Ziel in Syrien an

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack