Airbag im Gurt: Immer häufiger.

Airbag an Bord

Airbags statt herkömmliche Sicherheitsgurte in Flugzeugen – das gibt es bereits. Auch wenn kaum jemand davon weiß.

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Wer sich schon einmal gefragt hat, warum der Sicherheitsgurt in diesem Flugzeug etwas anders aussieht als sonst, der hat sich wahrscheinlich einen Airbag umgebunden. 70'000 davon gibt es bisher – nur die Hälfte davon allerdings in kommerziellen Fliegern. Dabei sind die Airbags ziemlich effektiv. In vielen Privatfliegern haben die Luftkissen schon Leben gerettet, so die Firma Amsafe, die die Airbags herstellt. Die Airbags sind dafür gemacht, die Passagiere bei Bewusstsein zu halten. Dann hätten sie, so Amsafe, eine Chance, das Flugzeug zu verlassen, nachdem etwas passiert ist. Die Firma prognostiziert daher auch, dass die Verbreitung der Airbags zunehmen wird. Anders als im Auto sind sie nicht im Sitz integriert, sondern eben im Gurt.

Nicht alle Plätze in Flugzeugen haben diese Spezialgurte: In Amerika haben Airlines angefangen, sie zu verwenden, um Kosten zu sparen. Die Luftfahrtbehörde FAA hat die 16-G-Regel für neue Sitze in Fliegern eingeführt. Das heißt: Der Sitz muss Einwirkungen von mehr als der 16fachen Erdanziehungskraft standhalten. Früher war die Voraussetzung 9 G. In vielen Plätzen im Flugzeug bietet der Vordersitz genug Puffer, um die Voraussetzung zu erfüllen.

Vor allem in den hohen Klassen

Aber in den Notausgangs-Reihen oder der First- und Business-Class ist das oft nicht der Fall. Statt die Sitze komplett zu erneuern, um den Standard zu erfüllen, entschieden sich also viele Airlines, für 2000 Dollar die Airbag-Gurte zu installieren. In Europa gibt es noch keine Airbag-Pflicht. Das Sicherheitsextra wird aber dringend empfohlen.

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