A340 von Air Namibia in Frankfurt: Die Airline hat finanzielle Probleme.

Staat hält Air Namibia am Leben

Die Sanierung der Fluggesellschaft greift nicht. Nur dank einer Rekord-Finanzspritze kann sie noch weiterfliegen. Dagegen regt sich nun Widerstand.

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Das Management gibt sich selbstkritisch. Man sei durch «sehr schwere Zeiten» gegangen, welche die eigene Glaubwürdigkeit gefährdet hätten, schreibt es in einer Medienmitteilung. Die Führung von Air Namibia meint damit die wiederholten Ausfälle des Fluges von Windhoek nach Frankfurt in den letzten Monaten. Ein Pilotenstreik, eine Sicherheitslandung in Luanda und eine «ungeplante Wartung am Airbus A340-300» hätten dazu geführt. Dabei ist die Strecke nach Deutschland für die Airline absolut zentral. Sie sei die wichtigste sowohl von den Einnahmen her als auch von den angebotenen Sitz-Kilometern, hält das Unternehmen selbst fest.

Und Einnahmen kann sie derzeit dringend gebrauchen. Auf 75 und 95 Millionen Namibia-Dollar (rund 8 Millionen Euro/9,7 Millionen Franken) werden die Schulden der Airline geschätzt. Seit 1999 pumpte die Regierung 3,6 Milliarden Namibia-Dollar in das Unternehmen. Und Anfang März wurde bekannt, dass sie für das Haushaltsjahr 2013/14 nochmals 1,1 Milliarden einschießt. Einen derart hohen Jahreszuschuss hatte das Staatsunternehmen bislang noch niemals erhalten. Das zeigt, wie schlecht es um die Nationalairline des südafrikanischen Staates steht. Wie die Zeitung The Namibian festhält, ist der neue Zuschuss größer als die Gesamtausgaben für die Regional- und Lokalregierungen oder das Landwirtschafts- und Forstministerium.

Party für Millionen

Inzwischen regt sich auch Widerstand gegen die ewigen Subventionen. Der Abgeordnete Anton von Wietersheim reichte im namibischen Parlament einen Vorstoss ein, in dem er das Management heftig kritisiert. Der letzte Sanierungsplan sei gescheitert, wenn nun schon wieder neue Gelder gesprochen werden müssten, moniert er gemäß der Allgemeinen Zeitung. Die Führung von Air Namibia sei «unfähig». Es verprasse regelrecht Geld. So sei zur Ankunft zweier neue Airbus A319 eine Party im Daan-Viljoen-Resort organisiert worden, welche «fast eine halbe Million Dollar» gekostet habe, so der Politiker.

Immerhin eines ist nun gesichert. Air Namibia konnte den Leasingvertrag für die zwei A340-300 verlängern, welche nach Frankfurt fliegen. Er wäre im Sommer ausgelaufen. Und die neuen A330-200 werden erst im Oktober und November in Windhoek eintreffen, so die Allgemeine Zeitung.

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