Kapitän lässt Stewardessen fliegen

Die beiden Piloten eines Fluges von Air India wollten etwas schlafen und setzten deshalb Flugbegleiterinnen ins Cockpit. Das ging beinahe schief.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die 166 Passagiere an Bord bekamen nichts mit von der gefährlichen Situation, in die sie die beiden Piloten von Flug AI166 am 12. April brachten. Zum Glück. Die Nachlässigkeit und ein Missgeschick der Crew hätten schlecht ausgehen können. Der Airbus A321 startete um 8:55 Uhr Lokalzeit planmäßig in Bangkok. Er hatte Delhi zum Ziel. 30 Minuten nach dem Start rief der Kopilot eine Flugbegleiterin ins Cockpit. Sie solle seinen Platz einnehmen, während er auf die Toilette ging. So weit war alles in Ordnung. Doch der Kopilot kam nicht zurück. Er setzte sich in der Businessklasse in einen Sessel, um etwas zu dösen. Dann begann das, was Experten gegenüber der Zeitung Times of India als «Verspottung der Flugsicherheit» bezeichnen.

Kurze Zeit nach dem Kopiloten rief der Flugkapitän eine weitere Stewardess. Auch er verließ danach das Cockpit. Zuerst aber schaltete er den Autopiloten ein und instruierte die beiden Flugbegleiterinnen, wie sie den Flieger überwachen sollen. Dann machte er sich auf die die Businessklasse und setzte sich ebenfalls in einen Sitz, um etwas zu schlafen. 40 Minuten lang waren die beiden Stewardessen alleine am Steuer. Ein krasser Bruch aller Vorschriften.

Vom Dienst suspendiert

Die beiden Piloten hätten den A321 noch länger den beiden Frauen überlassen - wäre dem spontanen Hilfspersonal im Cockpit nicht ein Lapsus unterlaufen. Eine der Flugbegleiterinnen schaltete gemäß indischen Medienberichten den Autopiloten aus Versehen kurz aus. Daraufhin stürmten die Piloten zurück ins Cockpit um wieder Herr der Lage zu werden.

Eine andere langjährige Flugbegleiterin meldete den Vorfall später dem Management von Air India. Es suspendierte die vier Beteiligten umgehend vom Dienst. Man unternehme alle Schritte, um die Sicheheit der Passagiere zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten, so das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack