Airbus A320 von Air India: Piloten warnten.

Trotz KritikAir India nutzt rentenreife A320 länger

Piloten von Air India beschweren sich schon lange über die alten A320 in der Flotte. Sie wollen, dass sie still gelegt werden. Doch die Airline will einige der Flieger sogar länger als geplant nutzen.

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Eine Vorzeigeairline ist Air India nicht. Ein schlechter finanzieller Leistungsausweis, unzufriedene Mitarbeitende und eine Reihe kurioser Zwischenfälle schädigten den Ruf der indischen Nationalairline in den vergangenen Jahren nachhaltig. Erst am Montag (4. September) musste ein Airbus A320 der Fluggesellschaft wegen eines Problems mit der Hydraulik in Delhi ungeplant landen. Danach, so berichten Augenzeugen, kam es im Fahrwerk zu einem Brand. Das hingegen verneint Star-Alliance-Mitglied Air India.

In der Folge wurde seitens der Air-India-Piloten Kritik laut: Die A320-Flotte sei überaltert, die Flugzeuge seien nicht mehr flugtauglich. Man müsse dringend etwas unternehmen, so die Crews gegenüber indischen Medien. Bereits im März hatte die Pilotengewerkschaft die Luftfahrtbehörde DGCA dazu gedrängt, die alten A320 zu grounden, weil die Sicherheit der Passagiere auf dem Spiel stehe. Erfolg hatten sie damit nicht.

Längere Nutzung bei Airbus beantragt

Nun macht Air India sogar genau das Gegenteil. Wie die Zeitung Economic Times berichtet, hat die Airline von Airbus das Okay erhalten, drei ältere A320, die bald das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, noch länger zu nutzen. Etwa eineinhalb Jahre länger als das geplante Rentendatum soll Air India die Flieger noch nutzen, heißt es. Noch fehlt dazu das grüne Licht vom DGCA.

Die eigentliche Lebensdauer für einen A320 liegt momentan bei rund 48.000 Flugzyklen und 60.000 Flugstunden. Welche drei Flieger genau betroffen sind, ist nicht bekannt. Aber: Sechs der 20 A320 von Air India sind bereits 26 Jahre alt und nähern sich damit der Rente. Der Flieger, der in die Notlandung am Montag verwickelt war, ist 21 Jahre alt. Eigentlich ist Air India gerade dabei, die älteren Flugzeuge mit neuen, effizienteren Mittelstreckenfliegern zu ersetzen. Der Prozess verzögert sich aber offenbar.

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