Boeing 747-400 von Air India: Zu tiefe Preise.

Air India auf der Intensivstation

Die indische Staatsairline kann die Löhne nicht mehr zahlen. Sie überlebt fast nur dank staatlichen Zuschüssen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Auf mehr als neun Milliarden Dollar wird der Schuldenberg schon geschätzt. Und kleiner wird er so schnell nicht. Alleine dieses Jahr fliegt Air India gemäß Schätzungen einen Verlust von 1,5 Milliarden ein. Schuld daran war ein zehntägiger Pilotenstreik im Frühjahr, aber vor allem auch die brutale Konkurrenz. Um nach der Arbeitsniederlegung bei den Kunden Vertrauen zurückzugewinnen, senkte die staatliche Fluggesellschaft die Preise um 15 bis 20 Prozent, wie die Financial Times schreibt. Angesichts der gestiegenen Kerosinpreise sei das fatal. Air India spiele ein tödliches Spiel, so ein Branchenexperte gegenüber dem Blatt.

Die indische Fluggesellschaft kämpft denn auch ums Überleben - quasi täglich. «Jedes Monatsende um Mitternacht fahre ich zum Haus von Finanzminister Pranab Mukerjee. Er fragte mich jeweils: ‹Warum bist du hier?›. Und ich antworte ihm, ‹ich brauche 200 Rupien›», erzählte kürzlich Luftfahrtminister Vayalar Ravi der indischen Zeitung Headlines Today. Ihm wird gemeinhin der härteste Job in Indien nachgesagt: Die Sanierung der Airline. Derzeit sei die Ertragslage noch so schlecht, dass die Regierung die Löhne bezahlen müsse. Nun versucht er, die Kosten zu senken. Zugleich hat er dieser Tage mit der Emission einer Anleihe Geld einnehmen können, welches über die ärgsten Engpässe hinweghilft.

Gravierende Fehler

Doch die Sünden der Vergangenheit lasten schwer auf Air India. Der Comptroller and Auditor General - Indiens Rechnungsprüfer - hatte Anfang September gravierende Managementfehler bei Air India als Wurzel der Misere ausgemacht. Die Entscheidung aus dem Jahre 2005, 111 Flugzeuge zu kaufen, sei ein «Rezept zur Katastrophe» gewesen, so der Prüfer. Die Flottenerweiterung sei schuld am massiven Anstieg der Verschuldung. Zugleich kritisierte der Comptroller die Fusion mit der Inlandgesellschaft Indian Airlines. Der Zeitpunkt dazu sei schlecht gewählt gewesen. Die finanziellen Folgen des Zusammengehens seien vorgängig nicht richtig geprüft worden.

Mehr zum Thema

ticker-gulfstream

Gulfstream G700 in Indien zugelassen

ticker-emirates

Emirates feiert 20 Jahre in Thiruvananthapuram

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Die Produktion von Embraer in São José dos Campos: Bald auch ein Werk in Indien.

Embraer lässt seine Regionaljets künftig auch in Indien bauen

Video

Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack