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Air Indias Schummelpiloten

Die Piloten von Air India sollen bei der Umschulung auf den Dreamliner getrickst haben. Das verärgert Boeing gewaltig.

Alte Bordkarte von Air India: Bei der Umschulung wurde geschummelt.

Die Boeing B787 macht Air India wenig Freude: verzögerte Auslieferung, Streit um Kompensationszahlungen, streikende Piloten. Als wäre dies nicht schon genug, muss Air India nun erfahren, dass ihre Piloten bei der Dreamliner-Ausbildung schummelten. Wie der indische TV Sender NDTV berichtet, haben sich Flugkapitäne in das Ausbildungsprogamm von Boeing gehackt, um sich Vorteile bei den Tests zu verschaffen – Aus Angst, bei der Prüfung für den neuen Flugzeugtyp durchzufallen. Vor einigen Wochen bestanden zwei erfahrene Air-India-Piloten den Test nicht, was nun unter den Crews der Staatsairline offenbar die Furcht vor massenweisem Nichtbestehen förderte.

Nach dem Auffliegen des Betruges beschwerte sich Boeing bei der Führung von Air India über die illegalen Aktivitäten der Piloten. Die Fluggesellschaft soll daraufhin ein hochrangiges Führungsmitglied nach Singapur geschickt haben, um sich der Sache anzunehmen. Bisher gab sie aber noch keine Stellungsnahme zu den Vorfällen ab. Die Piloten absolvieren zur Zeit in Singapur die Umschulung auf den Dreamliner. Boeings Ausbildungsabteilung Alteon bietet dazu zwei Module an. Einen 15-tägigen Kurs für Boeing-Piloten und einen 45-tägigen für bisherige Airbus-Kapitäne.

Streik statt Ausbildung

Air India hat 27 Dreamliner bestellt. Um diese zu betreiben, muss die Fluggesellschaft 240 Piloten auf dem neuen Typen ausbilden. Diese Umschulung war Auslöser eines großen Streiks. Piloten der Air India waren strikt dagegen, dass die Kollegen der fusionierten Indian Airlines ebenfalls umsatteln können.



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