Hochgeschwindigkeitszug von SNCF: Air France reagiert auf die verschärfte Konkurrenzsituation.

InlandsflügeAir France kämpft gegen Staatsbahn SNCF

Die SNCF haben zwei neue Schnellstrecken eröffnet. Damit setzt die französische Bahn Air France noch mehr unter Druck. Doch die Nationalairline gibt nicht auf

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die einen flitzen auf der Erde durchs Land, die anderen überfliegen es in luftiger Höhe. Beiden ist eines gemeinsam: Sie wollen möglichst viele Passagiere als Kunden gewinnen. Seit dem Aufkommen von Hochgeschwindigkeitszügen sind Eisenbahnunternehmen zu harten Konkurrenten von Fluggesellschaften geworden.

Das ist in Frankreich ganz besonders so. Seit 1981 setzt das große Land auf die TGV, die trains à grande vitesse. Seither verlor Air France im Inlandsverkehr laufend Marktanteile. Darauf reagierte sie etwa mit der Fusion ihrer Regionaltöchter Hop, um mit tieferen Kosten wieder konkurrenzfähiger sein zu können, oder mit der Einführung einer Art Bahn Card fürs Fliegen, die junge Reisende anlocken soll.

Nur noch zwei statt drei Stunden

Vor allem die Verbindungen von Paris nach Bordeaux, Marseille, Nizza oder Toulouse stehen in Konkurrenz zu den TGV-Schnellzügen der Société Nationale des Chemins de fer Français SNCF. Doch auch sie muss sich wehren. Denn Lowcost-Anbieter wie Easyjet, Transavia und Ryanair sind stark in Frankreich. Sie holen zunehmend Reisende mit schmalem Budget ab.

Die SNCF reagierten darauf 2013 mit der Einführung von Lowcost-TGV-Verbindungen unter der Marke Oui Go. Oder sie investieren ins Netz. Kürzlich wurden zwei neue Strecken nach Bordeaux und Rennes eröffnet, welche die Reisezeiten markant verkürzen. In die Weinmetropole beispielsweise braucht man jetzt 2:04 Stunden statt wie vorher 3:14 Stunden.

Automatisierte Gates

Air France streicht deswegen nicht die Segel. Sie kämpft mit mehreren Mitteln gegen die Konkurrenz durch den Zug. So will sie etwa die Warterei an den Flughäfen verkürzen. Da verlieren Passagiere immer noch viel Zeit, während das Flugzeug bei der reinen Reisezeit unschlagbar ist. Geschehen soll das etwa durch eine vermehrte Automatisierung der Gates, wie der TV-Sender BFMTV berichtet.

Zudem will sich Air France mit ihrer Regionaltochter Hop vermehrt auf Geschäftsreisende konzentrieren. Dass man Marktanteile verlieren wird, das ist man sich aber bewusst. Das Ziel ist von den heutigen 30 Prozent rund 10 Prozent behalten zu können.

Mehr zum Thema

ticker-air-france

Air France mit zwei neuen Zielen in den USA - und Dolly-Parton-Flugnummer

ticker-air-france

Air France holt sechs Spitzenköche für neue Langstreckenmenüs

ticker-air-france

Air France fliegt Papst Leo XIV mit Airbus A321 und Rafale-Eskorte

ticker-air-france

Air France erweitert kombiniertes Bahn- und Flugangebot um TGV-Ouigo-Verbindungen

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin