Airbus A319 von Easyjet: Anflug auf die französische Provinz.

Easyjet vermiest Pläne von Air France

Air France will mit der neuen Regionalstrategie die Billigkonkurrenz angreifen. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

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In der nächsten Woche startet die zweite Phase der neuen Regionaloffensive von Air France. Am Donnerstag will Konzernchef Alexandre de Juniac die zwei neuen regionalen Basen in Toulouse und Nizza einweihen. Das dürfte einen bitteren Beigeschmack haben. Denn Easyjet will der Konkurrenz nicht so einfach das Feld überlassen und plant selbst einen Ausbau an den beiden Flughäfen. Die Details will Chefin Carolyn McCall höchstpersönlich vorstellen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt - einen Tag vor der feierlichen Eröffnung der Air-France-Basen.

Billiganbieter wie Ryanair, Easyjet oder Vueling haben es Air France in den vergangenen Jahren zunehmend schwergemacht. Um beinahe einen Fünftel fiel der Marktanteil der französischen Fluggesellschaften in den letzten zehn Jahren. Flogen im Jahr 2000 noch 59 Prozent der Passagiere an einem Flughafen in Frankreich mit einer heimischen Airline, waren es 2010 nur noch 48 Prozent. Die Regionalstrategie sollte deshalb der Gegenangriff sein. Die Traditionsairline bietet bietet seit letztem Herbst selbst billigere Flüge an, schraubte aber freilich den Service in der Kabine herunter. Dann eröffnete sie eine neue Basis in Marseille. Am 2. Oktober letztes Jahr starteten vom Flughafen in der Mittelmeermetropole aus Air-France-Flieger zu dressig neuen Zielen. 13 Direktflüge wurden angeboten. Dazu gehörten unter anderem Athen, Kopenhagen und Düsseldorf, aber auch Moskau, Prag und Casablanca stehen neu ab Marseille auf dem Flugplan.

Nur zum Teil erfolgreich

Und die Strategie schien auch zunächst aufzugehen: Die Kapazität erhöhte sich durch den Schritt um fast ein Drittel. Wie Air France schon kurz darauf stolz verkündete, sei die operative Leistung hervorragend gewesen. 95 Prozent der neuen Flüge seien pünktlich. Und auch Passagieraufkommen und Auslastung entsprächen dem, was man sich von der Maßnahme erhofft habe. Doch mit den zwei neuen Basen scheint es nicht ganz so gut zu laufen. Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass die Fluglinie vier Ziele, die von Toulouse und Nizza aus angeflogen werden sollten, wieder streicht - zwei von jedem Flughafen. Von Nizza aus betrifft das die Strecken nach Barcelona und Istanbul, von Toulouse aus die nach Genf und Brüssel, wie das CAPA Centre for Aviation berichtet.

Dieser Schritt dürfte Easyjet gerade recht kommen. Mit Spannung erwartet man in der Branche, was genau die Chefin der Billigairline am Mittwoch bekannt geben wird. Während Air France in Nizza zehn und in Toulouse acht Flieger stationieren will, werden es bei Easyjet jeweils eines sein - soviel ist bekannt. Für die Flughäfen ist das Wettrennen zwischen Air France und den Biligfliegern eine Freude: Wie ein Sprecher des Flughafens in Nizza gegenüber AFP sagte, erhofft man sich eine enorme Steigerung der Passagierzahlen. Ereignisse wie das Filmfestival in Cannes oder der Grand Prix von Monaco dürften diese zusätzlich befeuern.

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