Embraer E195 von Air Dolomiti: Wie geht es weiter mit der Flotte?

Jets von Lufthansa CitylineAir Dolomitis langes Warten auf Embraer-Nachschub

Die italienische Airline sollte 14 Embraer-Jets von ihrer Schwester Lufthansa Cityline erhalten. Doch nur drei der Flieger wechselten bisher. Der Rest des Planes aus dem Jahr 2018 wackelt.

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Eigentlich sollten sie schon alle weg sein. Im Herbst 2018 hatte Lufthansa beschlossen, dass Tochter Lufthansa Citylinie ihre 14 Embraer-Flugzeuge an Air Dolomiti abgibt. Die italienische Schwester sollte ihre Flotte damit mehr als verdoppeln.

Doch Lufthansa Cityline ist weiterhin Embraer-Betreiberin. Seit der Entscheidung sind nur drei Embraer E195 zu Air Dolomiti gewechselt. Im Januar 2019 flotteten die Italiener die I-ADJW ein, im April 2019 die I-ADJX und im Januar 2020 die I-ADJY. Insgesamt betreiben sie nun 15 der Regionalflugzeuge.

Wechsel der weiteren elf Flugzeuge ist ungewiss

Lufthansas deutsche Regionaltochter verfügt derweil weiterhin über ihre neun E190 und zwei E195. Bei beiden Fluggesellschaften standen zuletzt je zwei Jets am Boden, der Rest war fleißig im Einsatz. Warum aber ist die Verlagerung der Embraer-Flieger innerhalb der Lufthansa-Gruppe ins Stocken geraten? Oder wurde sie gar ganz gestoppt?

Lufthansa Cityline äußert sich dazu nicht. Eine Sprecherin von Air Dolomiti sagt, Covid 19 habe vieles verlangsamt und verhindert, den Plan wie erhofft umsetzen zu können. «Der Wille, die Flotte auszubauen, ist geblieben, aber die weitere Entwicklung des Projekts wird von zukünftigen Ereignissen abhängen, die wir im Moment nicht vorhersehen können.»

Lufthansa scheut Investitionen in neue Flieger nicht

Ob die verbliebenen elf Embraer-Jets noch von Lufthansas Cityline zu Air Dolomiti wechseln, ist also nicht mehr sicher. Im September 2021 hatte es bereits Spekulationen über eine modernere Alternative für die italienische Tochter gegeben - die Embraer E195 E2.

Lufthansa hat bei deutlich größeren Flugzeugen bereits bewiesen, dass der Konzern bereit ist, auch in der Krise in neue Flieger zu investieren, wenn denn der Preis stimmt. Sie bestellte mitten in der Pandemie zusätzliche Airbus A350-900 und Boeing 787-9.

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