Mit Verweis auf finanzielle Schwierigkeiten stellte die indische Air Costa Ende Februar den Betrieb ein, im Juni entzog die Luftfahrtbehörde ihr das Air Operator's Certificate.

Air CostaGrounding statt Ausbau auf 100 Flieger

Die südindische Regionalairline Air Costa wollte ganz groß hinaus. Bis zu 100 neue Flugzeuge von Embraer sollten her. Nun bleiben sogar die aktuellen zwei Maschinen am Boden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Nicht einmal ein halbes Jahr nach ihrem Start präsentierte Air Costa schon ehrgeizige Ausbaupläne: Die Flotte solle jährlich um vier Jets wachsen und im ganzen Land fliegen, verkündete die südindische Regionalfluggesellschaft im Februar 2014. Der ganz große Sprung sollte 2018 folgen, mit einer Lieferung von 25 Embraer E190 E2, sowie 25 E195 E2 im Jahr 2019. Und Air Costa sicherte sich sogar eine Option auf 50 weitere Jets von Embraer. Der Gesamtwert des Auftrags: 5,8 Milliarden Dollar.

Doch nun steckt die Fluggesellschaft schon mit ihrer aktuellen Mini-Flotte in Schwierigkeiten: Am Dienstag stellte sie den Betrieb ihrer beiden Embraer E190 aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ein, wie indische Medien berichten. Die Zeitung Mint schreibt, das Leasing-Unternehmen GE Capital Aviation Services hätte die beiden Maschinen beschlagnahmt.

Angestellte warten auf Lohn

Nachdem die Airline ihre dritte Maschine vor einigen Wochen zurückgegeben habe, stehe sie zurzeit ohne Flugzeug da. Gegenüber der Zeitung The Hindu sagte ein Air-Costa-Sprecher dagegen, die beiden Flugzeuge seien nicht vom Leasing-Unternehmen gegroundet oder beschlagnahmt worden. Die Airline verkündete zunächst einen vorübergehenden Stopp bis Donnerstag.

Doch seitdem hat sie sich weder über ihre Webseite noch über ihre Social-Media-Kanäle geäußert und auch indische Medien haben noch nicht von einer Wiederaufnahme des Betriebs berichtet. Air Costa zeigte sich in verschiedenen Berichten zuvor zuversichtlich, die finanziellen Probleme noch diese Woche aus der Welt schaffen zu können. Das würde mit Sicherheit auch die rund 600 Angestellten freuen: Die haben laut Mint noch kein Gehalt für Januar bekommen.

Führung redet wieder von Wachstum

Laut der Zeitung ist es für Air Costa nicht der erste Zwischenfall dieser Art: Im August 2016 habe die Fluglinie schon einmal aus ähnlichen Gründen den Betrieb eingestellt, nach einigen Tagen aber wieder aufgenommen. Und so lässt sich Air Costa auch nicht unterkriegen: Während man zurzeit die Leasing-Bedingungen neu verhandle, sei man auch im Gespräch mit seinen Investoren «als Teil von Expansionsplänen», zitiert The New Indian Express den Airline-Sprecher. Man diskutiere gleichzeitig über die Einführung neuer Flugzeuge und eine Ausweitung des Betriebs.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack