Flieger von Air Berlin: Für Easyjet wirklich interessant?

GerüchteAir Berlin und Easyjet sind kein Traumpaar

Easyjet soll an einer Beteiligung an Air Berlin interessiert sein, so lautet das neueste Gerücht. Macht das wirklich Sinn?

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Wenn ein Konzern in Schieflage ist, dann ranken sich besonders viele Gerüchte um ihn. Und darum verwundert es kaum, dass es nun heißt, Easyjet prüfe eine Beteiligung an Air Berlin beziehungsweise an gewissen Teilen von Air Berlin. Die britische Billigairline sei unter anderem an den Spanien-Strecken der deutschen Konkurrentin interessiert, schreibt die Boulevardzeitung BZ Berlin. Dafür sei Easyjet bereit, Geld in Air Berlin zu investieren. Erste Gespräche seien bereits geführt worden.

Doch macht das wirklich Sinn? Easyjet könnte sich mit einem Einstieg bei Air Berlin tatsächlich schnell Landerechte in Deutschland sichern. Das wäre attraktiv. Bislang sind die Briten nur in Berlin und Hamburg wirklich stark. Den Ausbau in Deutschland erachten sie allgemein als schwierig, weil die Konkurrenz groß ist und man zur Abdeckung des Marktes sehr viele Flugzeuge braucht. «Wir werden weiter wachsen. Aber wir werden es graduell tun», meinte kürzlich Konzernchefin Carolyn McCall im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Trennung vom Mallorca-Shuttle

Die Frage aber ist, ob Easyjet dafür bereit ist, sich finanziell an einer Fluggesellschaft zu beteiligen, die stark angeschlagen ist. Die Briten fliegen hochprofitabel. Jegliche Beteiligung an einem weniger profitablen Projekt würde diesen Leistungsausweis verschlechtern. Genauso fraglich ist, ob Air Berlin wirklich einen Anteil an seinem so genannten Mallorca-Shuttle mit 50.000 wöchentlichen verfügbaren Sitzen ab deutschen Flughäfen auf die Balearen-Insel abgeben will, wenn dieser Geschäftsbereich wirklich so lukrativ sein soll. Die Airline würde zwar Geld erhalten, aber auch Potenzial abgeben.

Und letztlich ist überhaupt nicht wirklich nachvollziehbar, warum Air Berlin Easyjet oder eine andere Airline um Geld angehen soll. Hauptaktionärin Etihad hat erst kürzlich bewiesen, dass sie Air Berlin Finanzmittel zukommen lassen kann, ohne die Beteiligung zu erhöhen. Vergangenen September holte sich Etihad über ein neuartiges Finanzvehikel 700 Millionen Dollar vom Finanzmarkt. Davon flossen Air Berlin 140 Millionen Dollar oder umgerechnet 124 Millionen Euro zu.

Teufel steckt im Detail

Warum jetzt einen neuen Partner ins Boot holen? Alles in allem wirkt die Easyjet-Sache wenig nachvollziehbar. Die Liste der Air Berlin schon einmal angedichteten neuen Aktionäre ist zudem lang. Aber auch in der Luftfahrt ist nichts unmöglich und auch in dieser Branche steckt der Teufel im Detail.

Mehr zum Thema

Carolyn McCall: Wechselt zurück in die Medienbranche.

«Germanwings spüren wir bei Easyjet nicht»

ticker-easyjet

Easyjet zieht sich aus Leeds/Bradford zurück

ticker-easyjet

Sonnenfinsternis sorgt bei Easyjet schon ein Jahr vorher für Buchungsboom

ticker-easyjet

Easyjet erwägt Codeshare-Kooperation mit Air France-KLM

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin