Moroni: In der Komoen-Hauptstadt hat die Airline aus Katar ihren Sitz.

Air Austral: Konkurrenz aus Katar

Die französische Fluggesellschaft aus Réunion will bald mit einer neuen Tochter an den Start gehen. Schon im Vorfeld macht eine neue Konkurrentin ihr Druck.

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Eigentlich wollte Air Austral mit ihrer neuen Tochter Ewa eine Marktlücke füllen. Nun sieht es so aus, als könnte ihr jemand zuvorkommen. Wie das Internetportal Zinfos berichtet, ist ein katarisch-amerikanisches Unternehmen dabei, eine Konkurrenzairline im Indischen Ozean an den Start zu bringen. Ola wird sie heißen. Ziel der beiden ist es, von den Komoren aus Ziele in der Region anzufliegen. So soll die Inselgruppe zu einem wichtigen Drehkreuz für alle werden die dort als Touristen hinfliegen. Auch Air Austral will davon profitieren, indem sie die Langstreckenpassagiere über ihr Drehkreuz in La Réunion weitertransportieren kann.

Das Rennen zwischen den beiden Fluggesellschaften geht nun in eine heiße Phase. Ewa sollte eigentlich im November abheben. Aus Katar hieß es, man wolle diesem Termin auf jeden Fall zuvorkommen und so die wichtige Marktführerschaft an sich reißen. In Katar sieht man die Möglichkeit, sich in einem boomenden Markt zu positionieren. Millionen Touristen könne man dort abgreifen.

Trojanisches Pferd von Qatar?

Die Spekulationen gehen noch weiter. Dass das Startup vom Golf schnell an genug Geld komme, um der Air-Austral-Tochter auf die Pelle zu rücken, könne daran liegen, dass es schlicht ein trojanisches Pferd des Golf-Riesen Qatar-Airways sei. Das mutmaßt zumindest das Réunion-Nachrichtenportal Clicanoo. Schon länger habe Qatar Interesse an den Komoren geäußert. Dafür spricht außerdem: In Moroni, wo sich Olas Sitz befinden soll, hat Qatar schon durch eine Kooperation mit der tansanischen Precision Air Boden gut gemacht. Und ausgerechnet diese soll die ATR von Ewa warten.

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