Airbus A330 von Afriqiyah: Vorbereitung für den Neustart.

Gaddafi-Airline zurück im Geschäft

Die libysche Fluglinie Afriqiyah will am 1. Dezember ihren Betrieb wieder aufnehmen. Das ist einfacher gesagt als getan.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In der Luft sind die Flieger von Afriqiyah Airways schon jetzt. Doch bisher werden sie nur im Inland eingesetzt und dort vor allem für humanitäre Einsätze. Anfang Dezember soll es aber wieder richtig losgehen, wie die Airline am Rande der Jahresversammlung der African Airlines Association in Marrakesch bekannt gab. Mit einem Airbus A319 will Afriqiyah ab kommendem Monat Alexandria, Faro in Portugal, Istanbul und Tunis bedienen. Mehr Flugzeuge stehen derzeit offenbar nicht zur Verfügung. Mindestens eine Maschine ist beim Bombardement von Tripolis stark beschädigt worden. Die anderen müssen zuerst wieder flugtauglich gemacht werden, weil sie zuvor über Monate nicht mehr flogen. Krieg und Embargo der westlichen Staaten machten einen Betrieb unmöglich. «Es war eine sehr schwierige Situation für uns alle bei der Airline», erklärte Unternehmenschef Rammah Ettir beim Treffen.

Wie es genau denn weiter gehen wird, ist für das Management derzeit trotz Ideen noch nicht klar. «Es ist schwierig, voraus zu planen. Es ist noch nicht klar wo wir stehen. Die Regierung sollte bald stehen. Aber wir wissen noch nicht, was sie für die Luftfahrt vorhat», sagte Ettir gemäß Routes Online in Marrakesch. Ein erster Businessplan wurde dennoch erstellt und die ersten vier Destinationen bestimmt. Bald möchte man in Tripolis aber mehr Routen bedienen - idealerweise alle, die man vor dem Grounding der Flotte im Flugplan hatte. Damals bediente Afriqiyah 26 Auslanddestinationen mit 93 wöchentlichen Flügen. Unter anderem steuerte die von Ex-Diktator Gadaffi ins Leben gerufene Gesellschaft neben diversen afrikanischen Städten auch Düsseldorf, Johannesburg, Mailand, Paris, Rom an. Afriqiyah wird auf starke Konkurrenz stoßen. Diverse westliche Fluggesellschaften haben bereits angekündigt, von Europa aus wieder nach Tripolis zu fliegen.

Kleine Flotte

Afriqiyah wurde im Jahre 2001 gegründet. Sie bekam rasch eine neue Flotte und deckte vor allem das internationale Geschäft ab. Dies obwohl Libyan Airlines nebenher das genau gleiche tat. Derzeit besitzt sie eine Flotte von drei Airbus A319 und zwei Airbus A320. Zudem gehört ihr auch ein Airbus A340. Doch der war trotz normaler Zivilbemalung der Privatjet von Staatschef Gadaffi. Er nutzte ihn oft für Staatsbesuche im Ausland. Das Logo mit dem Datum 9.9.99 weist auf die Geburt der Afrikanischen Union hin.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

ticker-airbus-konzern-

Airbus erhält 25-Jahres-Vertrag für Cybersicherheit in Frankreich

Die G-POWM von Titan Airways: Wird bald als 9H-ZTE registriert.

Titan Airways meldet Airbus-Werksshuttle-Flieger in Malta an

Tragflächen-Produktion bei Airbus in Broughton: Für den A321 Neo liegen viele Bestellungen vor.

Airbus investiert in ehemalige A380-Flügelfertigung, um A321-Produktion hochzufahren

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier