Airbus A330 von Afriqiyah: Vorbereitung für den Neustart.

Gaddafi-Airline zurück im Geschäft

Die libysche Fluglinie Afriqiyah will am 1. Dezember ihren Betrieb wieder aufnehmen. Das ist einfacher gesagt als getan.

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In der Luft sind die Flieger von Afriqiyah Airways schon jetzt. Doch bisher werden sie nur im Inland eingesetzt und dort vor allem für humanitäre Einsätze. Anfang Dezember soll es aber wieder richtig losgehen, wie die Airline am Rande der Jahresversammlung der African Airlines Association in Marrakesch bekannt gab. Mit einem Airbus A319 will Afriqiyah ab kommendem Monat Alexandria, Faro in Portugal, Istanbul und Tunis bedienen. Mehr Flugzeuge stehen derzeit offenbar nicht zur Verfügung. Mindestens eine Maschine ist beim Bombardement von Tripolis stark beschädigt worden. Die anderen müssen zuerst wieder flugtauglich gemacht werden, weil sie zuvor über Monate nicht mehr flogen. Krieg und Embargo der westlichen Staaten machten einen Betrieb unmöglich. «Es war eine sehr schwierige Situation für uns alle bei der Airline», erklärte Unternehmenschef Rammah Ettir beim Treffen.

Wie es genau denn weiter gehen wird, ist für das Management derzeit trotz Ideen noch nicht klar. «Es ist schwierig, voraus zu planen. Es ist noch nicht klar wo wir stehen. Die Regierung sollte bald stehen. Aber wir wissen noch nicht, was sie für die Luftfahrt vorhat», sagte Ettir gemäß Routes Online in Marrakesch. Ein erster Businessplan wurde dennoch erstellt und die ersten vier Destinationen bestimmt. Bald möchte man in Tripolis aber mehr Routen bedienen - idealerweise alle, die man vor dem Grounding der Flotte im Flugplan hatte. Damals bediente Afriqiyah 26 Auslanddestinationen mit 93 wöchentlichen Flügen. Unter anderem steuerte die von Ex-Diktator Gadaffi ins Leben gerufene Gesellschaft neben diversen afrikanischen Städten auch Düsseldorf, Johannesburg, Mailand, Paris, Rom an. Afriqiyah wird auf starke Konkurrenz stoßen. Diverse westliche Fluggesellschaften haben bereits angekündigt, von Europa aus wieder nach Tripolis zu fliegen.

Kleine Flotte

Afriqiyah wurde im Jahre 2001 gegründet. Sie bekam rasch eine neue Flotte und deckte vor allem das internationale Geschäft ab. Dies obwohl Libyan Airlines nebenher das genau gleiche tat. Derzeit besitzt sie eine Flotte von drei Airbus A319 und zwei Airbus A320. Zudem gehört ihr auch ein Airbus A340. Doch der war trotz normaler Zivilbemalung der Privatjet von Staatschef Gadaffi. Er nutzte ihn oft für Staatsbesuche im Ausland. Das Logo mit dem Datum 9.9.99 weist auf die Geburt der Afrikanischen Union hin.

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