Letzte Aktualisierung: 1:56 Uhr

Ariana Afghan Airlines

Afghanische Nationalairline lädt zum Lagerverkauf

Ariana Afghan Airlines mistet aus: Die staatliche Fluggesellschaft bietet neun Flugzeuge zum Verkauf an - während sie maximal fünf Maschinen in der einsatzfähigen Flotte hat.

YA-FAM by wiltshirespotter used under CC BY / Detail from original

Boeing B727-200 (YA-FAM) von Ariana Afghan: Steht zum Verkauf.

Ariana Afghan Airlines bietet neun Flugzeuge zum Verkauf an. Das berichtet die Luftfahrt-Datenbank CH Aviation und beruft sich auf Ausschreibungsunterlagen. Demnach sollen potenzielle Käufer bis zum 30. April ihre Angebote für die Flieger abgeben.

Konkret zu haben sind: Ein Airbus A300B4-203 (YA-BAB), drei Antonov An-24 (YA-CAH, YA-CAJ und YA-DAL), eine Boeing 737-400 (YA-PIE), eine Boeing 737-200 (YA-PIR), zwei Boeing B727-200 (YA-AFS und YA-FAM) und eine Boeing B727-200F (YA-FAN). Die Flugzeuge sollen in Kabul eingelagert sein. Ebenfalls zum Verkauf stehen dem Bericht zufolge Ersatzteile für Antonov An-24 und An-26, Bombardier de Havilland Canada DHC-6, Airbus A310, Tupolev Tu-154, Boeing 727-200 und 737-200 sowie Airbus A300B4.

Flotte aus A310 und B737

Die einsatzfähige Flotte der afghanischen Nationalairline besteht zurzeit aus zwei Airbus A310-300, von denen eine aktiv ist, sowie drei Boeing B737-400, von denen zwei aktiv sind. Auf ihrer Webseite nennt Ariana selber zwei A310-300 und zwei B737-400 als Flotte.

Ariana Afghan Airlines fliegt laut der Flugauswahl auf der Homepage Kabul, Kandahar, Mazar-i-Sharif, Herat und Zaranj in Afghanistan an, sowie international Baku (Aserbaidschan), Delhi (Indien), Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Ankara und Istanbul (Türkei), Jeddah und Medina (Saudi-Arabien), Moskau (Russland) und Ürümqi (China).

Flüge nach Frankfurt eingestellt

Ariana Afghan Airlines wurde 1955 gegründet und erlebte immer wieder turbulente Zeiten. Unter anderem wurden bei US-Luftangriffen auf das Taliban-Regime 2001 mehrere Maschinen zerstört. Später gab es Flüge von Kabul nach Frankfurt, teils mit Zwischenstopp in Istanbul, teils mit geleasten Flugzeugen. Doch diese wurden 2011 offiziell eingestellt. Die Airline steht auf der Schwarzen Liste der Fluglinien, denen der Betrieb in der EU untersagt ist.

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