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Absturz in Nepal: 19 Tote

Eine Maschine von Sita Air stürzte kurz nach dem Start in Kathmandu ab. An Bord waren viele Touristen. Alle starben bei dem Unglück.

Superikonoskop/Wikimedia/CC

Dornier Do228 von Sita AIr: Absturz in einen Fluss.

Die Dornier Do-228 hob um 6.20 Uhr morgens in der Hauptstadt Nepals ab. Sie sollte die 16 Passagiere am Freitagmorgen (28. September) zum Himalaya-Flughafen Lukla fliegen, von wo aus viele Trekkingtouren beginnen. An Bord waren neben drei Besatzungsmitgliedern vier nepalesische, sieben britische und fünf chinesische Touristen. Doch rund fünfzig Meter hinter der Piste stürzte die Maschine aber auf eine Sandbank des Flusses Manohara. Eine Augenzeugin erklärte der lokalen Zeitung Republica, sie habe gesehen, wie dunkler Rauch aus der Dornier gestiegen sei. Es habe ausgesehen, wie wenn der Pilot am Fluss habe landen wollen.

Die Maschine der Fluggesellschaft Sita Air hatte offensichtlich Feuer gefangen, wie auch Bilder von der Absturzstelle zeigen. Rettungskräfte waren gemäß Republica rund 40 Minuten damit beschäftig, das Feuer zu löschen. Nach dem Crash habe sie noch Leute schreien gehört, sagte die Augenzeugin. Doch nachdem sie die Polizei informiert habe, sei es bereits unheimlich still gewesen. Nach Angaben des Polizeichefs des Tribhuvan International Airport könnte ein Vogel die Maschine getroffen und sie so zum Absturz gebracht haben.

Um Nepals Luftfahrtsicherheit steht es nicht besonders gut. Der Absturz ist nur der letzte in einer ganzen Serie von tödlichen Zwischenfällen in Nepal. Zuletzt hatte der Absturz einer Dornier Do228 von Agni Air beim Anflug auf den Gebirgsflughafen Jomsom In den letzten zweieinhalb Jahren starben über 70 Menschen bei Flugunfällen. Alle Unfälle ereigneten sich mit kleineren Turboprop-Maschinen von privaten Airlines.

Zwar sind die Rahmenbedingungen durch Gebirgslandschaften und unvorhersehbares Wetter in dem Land auch schon schwierig. Das eigentliche Problem sehen Experten aber woanders. «Die Nachlässigkeit vieler Airlines in Bezug auf die Sicherheit» sei zu eine großen Teil schuld an den vielen Unfällen sagte der auf Luftfahrtrecht spezialisierte nepalesische Wirtschaftsanwalt Gandhi Pandit im Interview mit aeroTELEGRAPH. Die Luftfahrtbehörde des Landes habe nicht genug Durchsetzungskraft. Die Civil Aviation Authority of Nepal müsse gestärkt und die Kontrollen verschärft werden, so Pandit. «Man muss überprüfen, ob die Revisionen und der Unterhalt der Flieger und der Motoren auch wirklich korrekt durchgeführt wird oder nicht.»



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