Krokodil: Führte ein solches Reptil zu Panik an Bord?

Crash im KongoIst Krokodil schuld am Absturz?

2010 stürzte ein Flieger in der D.R. Kongo ab. Nun kam der Fall vor ein britisches Gericht. Dabei kam die These wieder auf, dass ein Krokodil schuld war.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Das Gerücht kam schon einmal auf. Doch nun erhielt es neue Nahrung. Am Gloucestershire Coroner's Court wurde letzte Woche eine Anhörung zum fatalen Absturz einer Let L-410 im Jahr 2010 in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführt. Beim Crash des Flugzeuges der kongolesischen Fluglinie Filair kamen 20 Menschen ums Leben. Unter ihnen auch der britische Kopilot.

Die Richter in der englischen Grafschaft hörten Experten zum Unfallhergang an. Die Turbopropmaschine war an jenem 25. Oktober in Kinshasa gestartet und hätte die Reisenden nach Bandundu bringen sollen. Doch einen Kilometer vor der Landebahn stürzte sie in ein Haus. Die genaue Ursache konnte nie eruiert werden. «Das Flugzeug fiel praktisch vom Himmel», sagte nun Flugunfallexperte Timothy Atkinson gemäß der Zeitung Gloucestershire Echo vor dem Gericht. Die glaubwürdigste Hypothese sei die eines Strömungsabrisses und nachfolgenden Trudelns, so der Mann. Die Aufzeichnungen der Blackbox habe er aber nie aus dem Kongo erhalten. Deshalb könne er nicht abschließend sicher sein.

Überlebender erzählte von einem Krokodil

Auch was zum Strömungsabriss geführt haben könnte, ist nicht klar. Der untersuchende Beamte las vor Gericht aber eine E-Mail des Vaters des verstorbenen britischen Kopiloten vor. Darin legte dieser dar, dass er mit dem kongolesischen Untersuchungsbeamten habe sprechen können. Und der habe ihm erklärt, dass der einzige Überlebende von einem Krokodil erzählt habe. «Es gibt offenbar auch ein Video des Tiers im Wrack», so der Vater.

Diese These kam gleich nach dem Crash schon auf. Ein Reisender soll das Tier in einer Tasche versteckt haben, um es später in einem Markt teuer zu verkaufen. Doch während des Fluges habe es sich befreit (siehe Video mit einer Animation des möglichen Hergangs). Darauf hin seien die Flugbegleiterin und alle Passagiere nach vorne gerannt, das Flugzeug habe Schlagseite bekommen. Damals hatte es auch geheißen, das Krokodil habe den Crash überlebt. Danach sei es aber mit einer Machete getötet worden.

Sehen Sie weitere kuriose Fälle von Tieren an Bord von Flugzeugen: Unangenehme Passagiere.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack
delta dl1992 guadalajara airnav radar
Nach dem Tod eines berüchtigten Drogenbosses in Mexiko gibt es Unruhen, besonders im Bundesstaat Jalisco. Das hat auch Folgen für den Luftverkehr, besonders zwei größere Flughäfen sind betroffen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg