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Crash im Kongo

Ist Krokodil schuld am Absturz?

2010 stürzte ein Flieger in der D.R. Kongo ab. Nun kam der Fall vor ein britisches Gericht. Dabei kam die These wieder auf, dass ein Krokodil schuld war.

Krokodil: Führte ein solches Reptil zu Panik an Bord?

Das Gerücht kam schon einmal auf. Doch nun erhielt es neue Nahrung. Am Gloucestershire Coroner’s Court wurde letzte Woche eine Anhörung zum fatalen Absturz einer Let L-410 im Jahr 2010 in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführt. Beim Crash des Flugzeuges der kongolesischen Fluglinie Filair kamen 20 Menschen ums Leben. Unter ihnen auch der britische Kopilot.

Die Richter in der englischen Grafschaft hörten Experten zum Unfallhergang an. Die Turbopropmaschine war an jenem 25. Oktober in Kinshasa gestartet und hätte die Reisenden nach Bandundu bringen sollen. Doch einen Kilometer vor der Landebahn stürzte sie in ein Haus. Die genaue Ursache konnte nie eruiert werden. «Das Flugzeug fiel praktisch vom Himmel», sagte nun Flugunfallexperte Timothy Atkinson gemäß der Zeitung Gloucestershire Echo vor dem Gericht. Die glaubwürdigste Hypothese sei die eines Strömungsabrisses und nachfolgenden Trudelns, so der Mann. Die Aufzeichnungen der Blackbox habe er aber nie aus dem Kongo erhalten. Deshalb könne er nicht abschließend sicher sein.

Überlebender erzählte von einem Krokodil

Auch was zum Strömungsabriss geführt haben könnte, ist nicht klar. Der untersuchende Beamte las vor Gericht aber eine E-Mail des Vaters des verstorbenen britischen Kopiloten vor. Darin legte dieser dar, dass er mit dem kongolesischen Untersuchungsbeamten habe sprechen können. Und der habe ihm erklärt, dass der einzige Überlebende von einem Krokodil erzählt habe. «Es gibt offenbar auch ein Video des Tiers im Wrack», so der Vater.

Diese These kam gleich nach dem Crash schon auf. Ein Reisender soll das Tier in einer Tasche versteckt haben, um es später in einem Markt teuer zu verkaufen. Doch während des Fluges habe es sich befreit (siehe Video mit einer Animation des möglichen Hergangs). Darauf hin seien die Flugbegleiterin und alle Passagiere nach vorne gerannt, das Flugzeug habe Schlagseite bekommen. Damals hatte es auch geheißen, das Krokodil habe den Crash überlebt. Danach sei es aber mit einer Machete getötet worden.

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