Luftverkehr über Europa: Die Ukraine wird umflogen.

Mehrausgaben für FluglinienMH17 führt zu steigenden Kosten

Der Abschuss von Flug MH17 von Malaysia Airlines belastet die Branche. Umwege erfordern mehr Kerosin und Versicherungen verlangen höhere Prämien.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Name Ukraine stammt vom Begriff – so zumindest eine häufige Theorie – «u kraja», zu deutsch: «am Rande». Und tatsächlich steht das osteuropäische Land derzeit weit abseits - zumindest im globalen Luftverkehr. Während sich über Europa Flugzeuge tummeln, ist der Himmel über der Ukraine fast frei (siehe Bild). Denn seit dem Abschuss der Boeing 777-200 von Malaysia Airlines über dem umkämpften Osten des Landes umfliegen Fluggesellschaften das Gebiet.

Statt quer über die Ukraine fliegen Airlines seit dem Unglück mit Flug MH17 über russisches Gebiet um sie herum. Das kostet. «Wenn man Flugrouten verlängert, dann braucht man mehr Kerosin», fasste es Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac letzte Woche zusammen. Die Experten des Analysehauses ICF International errechneten für die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass bei 800 umgeleiteten Flügen und 15 Minuten längerer Flugzeit pro Flug insgesamt Zusatzkosten von 1,5 Millionen Dollar auf die Fluglinien zukommen - und das Woche für Woche.

Merkliche Risiko-Zuschläge für Flüge über Krisengebiet

Das sind nicht die einzigen zusätzlichen Ausgaben, die MH17 nach sich zieht. Auch die Versicherungsprämien für Fluggesellschaften werden steigen. Jahrelang seien die Preise für die Absicherung von Risiken gesunken, schreiben die Experten des Analysehauses A.M. Best in einer neuen Studie. Denn auf dem Markt habe Überkapazität geherrscht. «Drei große Verluste in Serie dieses Jahr, werden diesen Sinkflug stoppen.» Die Konkurrenz werde den Anstieg allerdings begrenzen. Doch eine Maßnahme werden die Versicherungskonzerne gemäß A.M. Best sicher treffen: Fluggesellschaften, die über Kreisengebiete fliegen, müssen mit merklichen Risiko-Zuschlägen rechnen.

Wer diese Kosten tragen wird, ist nicht klar. Teilweise werden sie Fluggesellschaften die Mehrausgaben auf die Passagiere überwälzen können. Auf umkämpften Routen aber wird der Wettbewerb dies verhindern. Darunter leiden dann wiederum die Margen.

Mehr zum Thema

ticker air borneo

Air Borneo ist gestartet

ticker firefly

Malaysia Aviation Group gibt Firefly noch zwei bis drei Jahre Zeit

ticker air borneo

Ex-MAS Wings: Air Borneo startet am 1. Januar

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines will Flotte um fast ein Drittel aufstocken

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies