Einnahme durch TalibanAbgeschaltetes Radar, verwaister Kontrollturm, gestoppte Flüge in Kabul

Die Taliban sind in die Hauptstadt Afghanistans eingedrungen. Die Lage ist bedrohlich. Das wirkt sich auch auf den Luftverkehr aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Lage in Afghanistan eskaliert. Die Taliban erobern immer weitere Gebiete und sind inzwischen in die Hauptstadt Kabul eingedrungen. Präsident Ashraf Ghani und enge Mitarbeitende haben laut Medienberichten das Land verlassen. Auch viele Afghanen verlassen das Land aus Angst vor den Taliban. Inzwischen soll es allerdings am Flughafen zu Schusswechseln kommen.

Zahlreiche Länder, auch Deutschland, evakuieren ihr in Afghanistan stationiertes Personal – und der Luftweg ist dabei wichtig. Doch Flüge, die in Kabul landen wollten, hatten es am Sonntag (15. August) schwer. Es kam mitunter zu dramatischen Situationen, weil die Lotsinnen und Lotsen in der afghanischen Hauptstadt den ankommenden Fliegern nicht helfen konnten. Inzwischen wurde der kommerzielle Flugverkehr von und nach Kabul komplett eingestellt, nur noch militärische Flüge sind erlaubt. Doch auch davor kam es schon zu Problemen.

Radar abgeschaltet

So berichtet etwa die Zeitung Hindustan Times, dass ein Flug von Air India rund eine Stunde lang über der Stadt kreisen musste, bevor die Landung gelang. Er hätte unter anderem Botschaftspersonal aus Kabul nach Hause holen sollen. Während dem Flug von etwas mehr als zwei Stunden sei die Lage in der afghanischen Hauptstadt eskaliert.

Der Kontrollturm sei teilweise nicht mehr erreichbar gewesen, heißt es im Bericht. Das Flugzeug habe sogar zwischenzeitlich den Radar abgeschaltet, damit es nicht Ziel eines Angriffs werde, heißt es in dem Bericht weiter.

Flydubai und Emirates kehren um

Auf dem Flugverfolgungsdienst Flightradar 24 ist zu sehen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte. Zahlreiche Flüge können erst nach mehreren Schleifen landen. Und einige kehren sogar wieder um. Ein Flug von Flydubai drehte nach längerem Kreisen über Kabul wieder um, ebenso drehte eine Boeing 777 von Emirates um.

Auch der Flughafen selbst steht im Zentrum einer diplomatischen Diskussion. Nach dem Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan hatte die Türkei angemeldet, sie wolle die Sicherung des Hamid Karzai International Airport übernehmen. Noch am Freitag (13. August) hatte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärt, man sei interessiert daran, dass der Flughafen geöffnet und in Betrieb bleibe.

In diesen Tagen erwarte man eine Entscheidung, ob die Türkei die Verantwortung dafür übernehme. Doch diese dürfte inzwischen hinfällig geworden sein - denn die Taliban übernehmen gerade die Macht im Lande.

Mehr zum Thema

ticker-meraj-airlines

Iranische Meraj Airlines fliegt nach Afghanistan - aber nicht in die Hauptstadt

ticker-etihad-airways

Etihad Airways fliegt ab Dezember nach Afghanistan

Flughafen von Kabul auf Satellitenbild: Nichts geht mehr.

Internet-Abschaltung der Taliban legt Flughafen Kabul lahm

D-ACHF von Lufthansa Regional, operated by Cityline: Hier im Jahr 2009, ...

Ex-Lufthansa Bombardier CRJ 200 wird versteigert

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies