AHS-Mitarbeiterin: Auch Daten der Angestellten könnten betroffen sein.

AbfertigungsfirmaAHS Opfer eines Hackerangriffs - seit über einer Woche

Nach Swissport ist jetzt auch das deutsche Abfertigungsunternehmen AHS Opfer eines Cyberangriffs. Unter anderem könnten Daten der Geschäftskunden betroffen sein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Noch immer sind nicht alle Systeme wieder funktionsfähig. Und das, obwohl die Attacke schon neun Tage zurückliegt. Wie aeroTELEGRAPH aus informierten Quellen erfahren hat, wurde der deutsche Abfertigungsdienstleister AHS Opfer eines Hackerangriffs.

Er dauert immer noch an: Interne Systeme, Daten und Dokumente von AHS sind laut einer Quelle kontaminiert und nicht mehr nutzbar. Auch E-Mail-Konten sind gesperrt. Man vermute, es handele sich um eine Erpressung.

Auch Geschäftsdaten könnten entwendet worden sein

AHS bestätigt auf Anfrage den Vorfall. In der Nacht auf den 17. April sei man Ziel eines Cyberangriffs geworden. «Betroffen  sind vor allem die IT-Systeme der Verwaltung. Der Angriff hat keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Passagierabfertigung an den verschiedenen Standorten, da alle Dienstleistungen der AHS für die Fluggesellschaften über sichere oder alternative Systeme abgewickelt werden können und zum Beispiel die Personalplanung nun über eine manuelle Disposition erfolgt», so das Unternehmen. Laut Quellen von aeroTELEGRAPH erfolgt etwa das Einchecken aktuell über Systeme von Amadeus.

Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Attacke Geschäftsdaten entwendet wurden, die auch Mitarbeitende, Kunden oder Geschäftspartner betreffen. Man habe das bei der Datenschutzbehörde entsprechend angezeigt. «Wie es trotz der hohen IT-Sicherheitsvorkehrungen bei der AHS zu dem Vorfall kommen konnte, wird derzeit untersucht», so das Unternehmen weiter. Man habe umgehend Vorkehrungen zum Schutz der Daten getroffen und einzelne Bereiche der IT-Systeme vorsorglich gesperrt.

Auch Swissport wurde Opfer

Von einem möglichen Datenklau Betroffene habe man umgehend informiert. AHS Aviation ist der größte Abfertiger in Deutschland. Mehr als 130 Fluggesellschaften zählen zu den Kunden an den Standorten Hamburg, Bremen, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, München, Leipzig und Dresden.

Anfang Februar war bereits der Schweizer Dienstleister und Weltmarktführer Swissport Opfer eines Hackerangriffs. Es kam zu Flugausfällen, und es dauerte längere Zeit, bis die Systeme wieder liefen. Offenbar wurden auch bei diesem Angriff Daten gestohlen und dann von Kriminellen im Darknet zum Kauf angeboten.

Mehr zum Thema

Swissport: Bei Hackerangriff Daten erbeutet und jetzt ins Darknet gestellt?

Swissport: Bei Hackerangriff Daten erbeutet und jetzt ins Darknet gestellt?

Swissport untersucht Hacker-Angriff

Swissport untersucht Hacker-Angriff

Swissport-Mitarbeiter mit Gepäck: Corona bringt neue Herausforderungen.

Hacker greifen Swissport an - Flüge verspätet

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

Video

md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack