Boeing 737 von Ryanair: «Ein flottenweites Problem»

Boeing verbessert die 737

Eine Boeing 737 von Ryanair geriet wegen den Geschwindigkeitsmessern in Probleme. Boeing ändert deshalb nun die Verkabelung des Modells.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war alles andere als eine angenehme Landung. Die Boeing 737 von Ryanair mit 146 Menschen an Bord befand sich im Januar 2012 im Landeanflug auf Riga. Das Wetter war stürmisch und es schneite. Und dann ging es los. Im Cockpit leuchteten auf einmal eine ganze Reihe von Alarmen auf. Die Geschwindigkeitsanzeigen bei Pilot und Kopilot unterschieden sich, daraufhin gab es Warnungen zur Flughöhe sowie den Triebwerken und dann startete auch noch die Überziehwarnung beim Kopiloten. Diese äußert sich darin, dass der Steuerknüppel vibriert.

Der Crew gelang es trotz des massiven Stresses sicher zu landen. Die irische Behörde Air Accident Investigation Unit untersuchte den Zwischenfall. Es stellte sich heraus: Es war ein flottenweites Problem von Ryanair. Grund für die Alarme war offenbar ein Kurzschluss der Pitot-Sonde, welche die Geschwindigkeit misst, wie in dem Bericht zu lesen ist.

Boeing hat reagiert

Bei Boeing reagierte man darauf. Die Heiz-Systeme, die die Pitot-Sonden vor Vereisung schützen sollen, waren offenbar das Problem. Nun hat der Hersteller die Verkabelung so angepasst, dass Kurzschlüsse nicht mehr so schnell vorkommen, schreibt das Fachmagazin Aviation Week. Zuvor hatte die Ermittlungsbehörde den Flugzeugbauer aufgefordert, sich das Problem genauer anzuschauen. Auch die EU-Behörde Easa und die amerikanische FAA waren in die Lösung involviert.

Auch die Checkliste, die Piloten im Fall der Warnungen abarbeiten müssen, soll Anfang dieses Jahres angepasst werden. Die Verbesserungen am Jet hat Boeing bereits in die 737-Produktion übernommen. In den kommenden Wochen soll bereits ein Wartungsprotokoll an die Airlines gesendet werden, in welchem eine Lösung des Problems bei Maschinen enthalten ist, die sich bereits im Dienst befinden.

Mehr zum Thema

Flugverlauf von FR2955: Der Flug landete nach acht stunden wieder in Alicante.

Ryanair-Passagiere landen nach achtstündiger Odyssee wieder in Alicante

ticker-ryanair

Ryanair-Chef warnt vor größtem Preissprung in der Geschichte der europäischen Luftfahrt

ticker-ryanair

Ryanair zieht sechs Flugzeuge aus Belgien ab und streicht 20 Strecken

ticker-ryanair

Ryanair stationiert vierte Boeing 737 in Memmingen - vier neue Strecken

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg