Boeing 737 von Ryanair: «Ein flottenweites Problem»

Boeing verbessert die 737

Eine Boeing 737 von Ryanair geriet wegen den Geschwindigkeitsmessern in Probleme. Boeing ändert deshalb nun die Verkabelung des Modells.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es war alles andere als eine angenehme Landung. Die Boeing 737 von Ryanair mit 146 Menschen an Bord befand sich im Januar 2012 im Landeanflug auf Riga. Das Wetter war stürmisch und es schneite. Und dann ging es los. Im Cockpit leuchteten auf einmal eine ganze Reihe von Alarmen auf. Die Geschwindigkeitsanzeigen bei Pilot und Kopilot unterschieden sich, daraufhin gab es Warnungen zur Flughöhe sowie den Triebwerken und dann startete auch noch die Überziehwarnung beim Kopiloten. Diese äußert sich darin, dass der Steuerknüppel vibriert.

Der Crew gelang es trotz des massiven Stresses sicher zu landen. Die irische Behörde Air Accident Investigation Unit untersuchte den Zwischenfall. Es stellte sich heraus: Es war ein flottenweites Problem von Ryanair. Grund für die Alarme war offenbar ein Kurzschluss der Pitot-Sonde, welche die Geschwindigkeit misst, wie in dem Bericht zu lesen ist.

Boeing hat reagiert

Bei Boeing reagierte man darauf. Die Heiz-Systeme, die die Pitot-Sonden vor Vereisung schützen sollen, waren offenbar das Problem. Nun hat der Hersteller die Verkabelung so angepasst, dass Kurzschlüsse nicht mehr so schnell vorkommen, schreibt das Fachmagazin Aviation Week. Zuvor hatte die Ermittlungsbehörde den Flugzeugbauer aufgefordert, sich das Problem genauer anzuschauen. Auch die EU-Behörde Easa und die amerikanische FAA waren in die Lösung involviert.

Auch die Checkliste, die Piloten im Fall der Warnungen abarbeiten müssen, soll Anfang dieses Jahres angepasst werden. Die Verbesserungen am Jet hat Boeing bereits in die 737-Produktion übernommen. In den kommenden Wochen soll bereits ein Wartungsprotokoll an die Airlines gesendet werden, in welchem eine Lösung des Problems bei Maschinen enthalten ist, die sich bereits im Dienst befinden.

Mehr zum Thema

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies